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| 02:50 Uhr

Zisterziensermönche bewachen Radwanderweg

Nachdem bereits im Mai ein Mönch mit einer Schreibfeder und einer Schriftrolle in Gruhno aufgestellt wurde, sind nun auch die restlichen sechs Zisterziensermönche bei Roland Karl (54) fast fertig gestellt.
Nachdem bereits im Mai ein Mönch mit einer Schreibfeder und einer Schriftrolle in Gruhno aufgestellt wurde, sind nun auch die restlichen sechs Zisterziensermönche bei Roland Karl (54) fast fertig gestellt. FOTO: Veit Rösler
Dobra. Sieben Mönche aus Holz, hergestellt vom Kettensägenkünstler Roland Karl aus Dobra, werden demnächst den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft bereichern. Einer steht bereits in Gruhno, die anderen sechs sollen in Oppelhain, Fischwasser, Lindena, Doberlug, Lugau und Friedersdorf aufgestellt werden. Veit Rösler

Die Figuren sollen in dieser Woche aufgestellt werden. Die hölzernen Mönche beschreiben einzelne Stationen der Naturpark-Radtour "Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk", die vor Jahren auf Initiative des Bürger- und Heimatvereins Doberlug-Kirchhain und Umgebung in Zusammenarbeit mit dem Naturpark entstanden ist.

Jeder der Mönche trägt ein Symbol für die Arbeit und das Wirken der Zisterziensermönche des Klosters Dobrilugk beim hochmittelalterlichen Landesausbau in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts bei sich.

Der Mönch mit den Kräutern wird in Oppelhain aufgestellt, in Anlehnung an den Oppelhainer Kräutergarten. Der Mönch, der einen Fisch trägt, als Symbol für die von den Mönchen eingeführte Fischzucht, wird in Fischwasser installiert.

Der betende Mönch wird vor das Klosterrefektorium von Doberlug sein göttliches Werk tun. Der Bienenkorbträger geht nach Lugau, wo es die Zeidler oder Wildbienenzüchter gab und noch immer gibt. Den Mönch mit der Weinrebe erhält Friedersdorf und Hacke und Spaten, als Symbol der landwirtschaftlichen Urbarmachung, gehen mit ihrem Träger nach Lindena. Der bereits aufgestellte Mönch von Gruhno beschreibt die Einführung der Schriften und gleichzeitig die umfangreiche und detailreiche Chronik des Ortes.

Vor rund 800 Jahren siedelten an den Ufern der Kleinen Elster bei "dobry lug” für "Gute Wiese” Mönche des Zisterzienserordens, um ein Kloster aufzubauen. Wie vom Naturpark zu erfahren ist, sind die Standorte der touristisch attraktiven Mönche jedoch nur auf den Radwanderweg, der von Doberlug über das ehemalige Vorwerk Schulz und die Klosterdörfer Lugau, Fischwasser, Gorden, Oppelhain, Friedersdorf, Gruhno und Lindena führt, begrenzt.

Etwa eine Woche Arbeit hat Kettensägenkünstler Roland Karl in jeden der Mönche aus dem Holz der Stieleiche gesteckt. Roland Karl hat bereits an anderen Stellen Figuren wie Waldgeister, Forstmänner und Symboldarstellungen für den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft geschaffen. Sie werden mit einem Witterungs- und Diebstahlschutz ausgestattet.