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| 02:32 Uhr

Zehn Jäger auf Suche nach Peilsendern

Auf dem Bildschirm hat Organisator Detlef Klauck (r.) alles im Blick. In der hinteren Reihe rechts wartet der spätere Doppelsieger Christian Drews (Stirnband) aus Berlin auf seinen Start. Foto: U. Hegewald/uhd1
Auf dem Bildschirm hat Organisator Detlef Klauck (r.) alles im Blick. In der hinteren Reihe rechts wartet der spätere Doppelsieger Christian Drews (Stirnband) aus Berlin auf seinen Start. Foto: U. Hegewald/uhd1 FOTO: U. Hegewald/uhd1
Bronkow/Luckaitz. Unweit des Bronkower Segelflugplatzes haben "Fuchsjäger" aus mehreren Bundesländern bei einem offiziellen ARDF-Wettbewerb ihre besten Spürnasen ermittelt. ARDF steht für Amateur Radio Direction Finding. Uwe Hegewald/uhd1

Fünf versteckte Peilsender, sogenannte Füchse, galt es am Samstag zu entdecken. Bei Amateurfunkpeilern sind technisches Verständnis, Orientierungssinn und Ausdauer gefragt, ihr Dachverband ist der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARV). "Etwa sieben Kilometer beträgt die Distanz, vorausgesetzt, die Wettkampfteilnehmer finden auf nahezu direktem Weg zu den Minisendern", erklärte Detlef Klauck.

Nachdem der Cottbuser die insgesamt zehn "Fuchsjäger" mit ihren leichten tragbaren Empfängern, Kompass und Karte und im Fünf-Minuten-Takt ins Rennen geschickt hatte, erlaubte er einen Blick auf die Grafik. Auf die Frage, ob es nicht gemein sei, vier der fünf Sender in einem engen Korridor zu platzieren, winkte Detlef Klauck ab. "Wir haben ein professionelles Starterfeld, das mit diesen Gegebenheiten sehr gut zurechtkommen sollte", bemerkte er. Es habe auch schon Wettbewerbe gegeben, bei denen die Sender an Angelruten, oder beweglichen Objekten wie Hund oder Kinderwagen versteckt waren. Stand am Vormittag der Amateurfunkpeilwettbewerb auf der Kurzwellendistanz (KW, 80-Meter-Band) auf dem Programm, folgte am Nachmittag eine zweite Fuchsjagd im Zwei-Meter-Ultrakurzwellenbereich (UKW). Beide Disziplinen konnte der Berliner Christian Drews für sich entscheiden, Platz zwei belegte jeweils Björn Kagelmacher aus Rostock. Christian John (Finsterwalde/Dresden, KW-Distanz) und Uwe Reichel (Cottbus, UKW-Distanz) peilten und eilten jeweils auf einen dritten Rang.

Das Anbringen von Peilsendern und das Orten von Objekten, Mensch und Tier findet heute breite Anwendung, so bei der Erforschung von Wölfen, Störchen oder Bären. Jüngstes Beispiel ist der Schweizer Braunbär M13, der mit einem Senderhalsband ausgestatte wurde. Die Eidgenossen gelten übrigens als die Erfinder der Amateurfunkpeilläufe, die bis in die 1920er-Jahre zurückreichen.