Der römische Philosoph und Staatsmann Cicero hatte es bereits auf dem Schirm: „Keine Schuld ist dringender, als die, Dank zu sagen.“ Vetschaus Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) nahm das Sprichwort in seiner Laudatio zum Anlass, um wie jedes Jahr die Arbeit einiger Ehrenämtler zu würdigen. Die RUNDSCHAU stellt im Splitter die einzelnen acht Kandidaten vor, die im Rahmen der letzten Stadtverordnetenversammlung (SVV) in diesem Jahr eine große Bühne bekamen.

Hannelore Pleger (70 Jahre): Ist seit 1994 Mitglied im Kulturverein Vetschau und seit 2007 Vorsitzende des Vereins. Mit viel Engagement ist sie für ein vielfältiges Kulturangebot in der Stadt bekannt und aus dem Verein nicht mehr wegzudenken.

Zudem hatte sie schon immer ein Herz für Kinder, hat den Chor der Kita Sonnenkäfer jahrelang angeleitet. „Und sie ist wichtiges Bindeglied beim Thema Bildung. In enger Zusammenarbeit mit der Bibliothek gibt es nicht nur eine große Auswahl an Veranstaltungen für Kinder, sondern sie bietet auch allen Kindergärten der Stadt an, den Vorschulkindern vorzulesen“, so Kanzler in seiner Festrede.

Karsten Rasch (40 Jahre): Seit vielen Jahren ist Rasch für verschiedene Vereine, Personen und die Stadtverwaltung in Vetschau ehrenamtlich unterwegs. Ob als Kurier mit Botengängen, um Flyer und Plakate für Veranstaltungen zu verteilen oder als Hobbyfotograf: Rasch kommt mit den Leuten ins Gespräch und trägt ihre Sorgen an entsprechende Stellen weiter. „Besonders am Herzen liegt ihm der ehemalige Behindertenfreundeskreis“, so der Bürgermeister. Mit viel Mühe habe er sich darum gekümmert, dass er sich wieder treffen kann.

Ina Mütze (75 Jahre): Sie war von 2008 bis Mai 2019 Ortsvorsteherin des Ortsteils Laasow. Viele Jahre war sie im Vorstand des Heimatvereins Wüstenhain tätig und engagiert sich noch heute bei der Gestaltung von Festen in Wüstenhain.

„Ina Mütze liegt nicht nur sehr viel an der Erhaltung alter Traditionen wie zum Beispiel verschiedenen Festivitäten oder der Kirche in Wüstenhain, sondern auch die Einbeziehung der Jüngsten in die Gesellschaft“, sagt die Stadtspitze.

Gerda Koppe (81 Jahre): Sie setzt sich ausgiebig für ihren Ortsteil Ogrosen ein und arbeitet seit vielen Jahren an der Ortsteilchronik. Vor Jahren hat Gerda Koppe Stücke für das Dorffest geschrieben, die sich mit der Historie um Ogrosen befasst haben. Zudem hat sie dort mit Kindern gearbeitet und fleißig am Programm mitgewirkt, heißt es in der Laudatio.

Janine Bramer (37 Jahre): Die junge Frau ist seit 2015 bei der Freiwilligen Feuerwehr in Naundorf als Kameradin ehrenamtlich tätig. Seit einigen Jahren führt sie die Ortschronik des Ortsteils weiter. Bramer engagiert sich vielseitig im Dorfklub und opfert viel Freizeit für die Allgemeinheit.

Andreas Kunkel (58 Jahre): Ist seit 40 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Suschow ehrenamtlich aktiv. Große Verdienste errang er bei der Bekämpfung des Hochwassers in den Jahren 2010 und 2013 in Suschow. Von 2015 bis Ende Januar 2019 war er Wehrführer der Ortswehr. „Dabei erhöhte Kunkel den Ausbildungs- und Ausrüstungsgrad der Wehr“, so Kanzler.

Frank Zeugner (65 Jahre): Er engagiert sich seit Längerem im Kahnfährverein. Vor einem Jahr hat er die Leitung des Festkomitees zur 725-Jahr-Feier in Raddusch übernommen. „Es lag in seiner Hand, die Arbeitsgruppen zu bilden, sie zu koordinieren, Ergebnisse zusammenzutragen und den roten Faden im Blick zu behalten“, sagt Bengt Kanzler.

Patricia Wehlan (31 Jahre): Bis 2015 war Wehlan in der ehemaligen Stradower Jugend tätig, obwohl sie selbst aus Fleißdorf kommt. Nach Auflösung der Gruppe gehörte sie 2015 zu den Gründungsmitgliedern des Heimatvereins Stradow Spreewald e. V. Sie gehört auch federführend zum Organisatoren-Team des Stradower Trachtenumzuges und ist bei nahezu jeder Veranstaltung bei den Vor- und Nachbereitungen dabei. „Patricia Wehlan zeigt immer großes Engagement bei der Heimatpflege und der Erhaltung von Traditionen“, so Kanzler.

Alle Gewürdigten erhielten in der SVV eine Urkunde und waren Anfang der Woche mit dem Stadtoberhaupt gemeinsam zum Abendessen. „Bitte bleiben Sie am Ball“, hieß es von Kanzler. „Und ich möchte alle anderen ermutigen, Ihrem Beispiel zu folgen. Denn wir brauchen Sie! Die Stadtverordneten, die Stadtverwaltung und die gesamte Bürgerschaft sind Ihnen zu Dank verpflichtet.“