„Für mein Werk gab es allein 161 Vorbestellungen. Jetzt sind von den 300 Exemplaren nur noch rund 50 zu haben“ , erzählt Horst Jahn. Seinen Angaben zufolge ist die Reaktion der Wormlager durchweg positiv: „Die Leute sagen, das ist das beste Geschenk seit Jahren. Eine Chronik ist sogar bereits nach Österreich gelangt, eine weitere nach Bremen“ , so der Ortschronist weiter.
Besonders dankbar sei er den vielen älteren Wormlagern, die Materialien aus vielen Jahrzehnten zur Verfügung stellten. Darüber hinaus habe Jahn in verschiedenen Archiven, beispielsweise in Senftenberg und Potsdam, recherchiert. Aus der RUNDSCHAU sei eine Serie über die Herrscher der Lausitz aus dem Jahr 1997 in die Chronik eingeflossen. Besonderes Augenmerk habe Horst Jahn auf die Wormlager Schulchronik gelegt, die den Zeitraum von 1887 bis 1958 umfasst. Allerdings seien dort die Seiten über die Jahren 1939 bis 1945 entfernt worden.
„Die Zeit des Zweiten Weltkrieges war ohnehin recherchemäßig am schwierigsten aufzuarbeiten“ , erzählt der Chronist. Viele Materialien seien nach dem Krieg vernichtet worden oder anderweitig spurlos verschwunden.
Horst Jahns Angaben zufolge hat er auch an fast allen Sitzungen der Gemeindevertreter sowie später des Ortsbeirates teilgenommen. „Dort habe ich immer fleißig mitgeschrieben und fotografiert“ , sagt er.
Die Ortschronik an sich beginnt mit der Vorgeschichte des Dorfes sowie den Herrschern der Lausitz. Selbstverständlich fehlt auch die Sage vom Raubritter Wormlitz mit dem 13-strophigen Gedicht nicht. Über das Rittergut und das neue Schloss spannt sich der Bogen bis zum alltäglichen Leben der Leute im Dorf. Die Chronik beschreibt dabei unter anderem die beiden Windmühlen und schildert die Torfgewinnung und den Flachsanbau.
Der Leser erfährt neben den geschichtlichen Fakten auch manche Kuriosität. So sollte beispielsweise Wormlage eine Bahnstation entlang der erweiterten Spreewaldbahn von Burg über Vetschau und Calau bis nach Sallgast erhalten. Allerdings wurde dieser Abschnitt nie gebaut.

Zum Thema Restexemplare
 Die letzten Exemplare sind bei Horst Jahn und beim Dorfclub erhältlich. Das 172-seitige Werk kostet
zehn Euro.