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| 17:10 Uhr

Wohnungswirtschaft
WiS investiert drei Millionen Euro

Entwurf für das „Wohnen an den Gärten“ in der Schumannstraße.
Entwurf für das „Wohnen an den Gärten“ in der Schumannstraße. FOTO: Planungsbüros Jochintke / Planungsbüro Jochintke
Lübbenau. Lübbenauer Großvermieter setzt den Schwerpunkt 2018 auf Planung und Instandhaltung. Von Daniel Preikschat

Die WiS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald hält sich im neuen Jahr 2018 mit größeren Bauvorhaben zurück. Wie Geschäftsführer Michael Jakobs informiert, werden fast zwei Millionen Euro der rund drei Millionen Euro Gesamtausgaben des Unternehmens in diesem Jahr dafür verwandt, den Wohnungsbestand instand zu halten. In die Jahre gekommene Wasserleitungen in den Wohnblöcken werden erneuert, Aufzüge gewartet und zwei neue Fahrradhäuser errichtet. Allein 60 000 Euro – auch das wird unter Instandsetzung verbucht – zahlt die WiS an Anliegerbeitrag für die Sanierung der Straße des Friedens in Höhe des Roten Platzes dieses Jahr.

Ein wenig gebaut wird bei der WiS aber auch 2018. Fast fertig umgestaltet ist der ehemalige Geschäftssitz des Unternehmens in der Alexander-von-Humboldt-Straße, den die AWO anmietet. Hier finden im März bis zu 25 Mieter mit besonderem Bedarf ein neues Zuhause. Fachkräfte des sozialen Trägers pflegen und betreuen die Senioren nach Bedarf. Wegen der Nähe zu AWO-Fachschule und Oberschule trägt das Wohnprojekt den Namen „Wohnen an den Schulen“. 1,25 Millionen Euro, so Jakobs, wurden investiert.

Voraussichtlich rund 5,6 Millionen Euro kostet es, in der Schumannstraße das „Wohnen an den Gärten“ zu realisieren, schätzt der Geschäftsführer. In zwei bereits leer stehenden Wohnblöcken werden knapp 60 neue Seniorenwohnungen geschaffen. An die Wohnhäuser angebaut wird ein Flachbau, in dem eine Tagespflege der AWO untergebracht wird. Wer will, kann hier zum Beispiel Mittag essen oder sich mit anderen treffen. An die Tagespflege angeschlossen wird eine gartenähnlich gestaltete Grünfläche mit Aufenthaltsmöglichkeiten. Im ersten Halbjahr diesen Jahres, so Michael Jakobs, soll der Bauantrag gestellt werden, Ende 2018 Baustart sein. Richtig etwas tun wird sich in der Schumannstraße jedoch erst 2019. Anfang 2020 rechnet der WiS-Chef mit dem Einzug der neuen Mieter.

Mieter hat die WiS aktuell immerhin so viele, dass die Leerstandsquote im voll modernisierten Bestand bei 1,25 Prozent liegt, wie Michael Jakobs stolz mitteilt. Wobei man wissen müsse, dass 96 Prozent aller WiS-Wohnungen voll modernisiert sind. „Eine tolle Entwicklung“ und „ein großer Erfolg“ für Jakobs angesichts der 25 Prozent Leerstand zu Beginn der 2000-er Jahre. In dieser an sich guten Situation und angesichts der Bevölkerungszahlprognosen sei nun die Frage, wie das Unternehmen planen soll. Der Geschäftsführer beschreibt die Optionen: Die WiS könnte ihren Wohnungsbestand konstant halten, sie könnte in sieben oder acht Jahren wieder Häuser abreißen oder in den kommenden Jahren vorsorglich neue Häuser bauen.

Letzteres ist nun zumindest mal für das Grundstück in der Karl-Marx-Straße, Ecke Gartenstraße vorgesehen. In einem Werkstattverfahren sollen Ingenieurbüros bis Sommer diesen Jahres Konzepte für eine Bebauung des rund 5300 Quadratmeter großen Areals im Eigentum der WiS vorlegen. Jakobs könnte sich Reihenhäuser mit bis zu zwei Etagen vorstellen. Die Wohnungen in sehr guter Lage sollen für „moderate Mieten“ zu haben sein. Baustart könnte 2020 sein.

Ehemaliger Geschäftssitz der WiS in der Humboldstraße. Hier können ab März Mieter mit besonderem Bedarf einziehen.
Ehemaliger Geschäftssitz der WiS in der Humboldstraße. Hier können ab März Mieter mit besonderem Bedarf einziehen. FOTO: Daniel Preikschat / LR