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Wird Engstelle Pestalozzistraße zurückgebaut?

Die Engstelle Pestalozzistraße in der Einmündung zur Pieckstraße in Vetschau ist gerade heiß diskutiertes Thema.
Die Engstelle Pestalozzistraße in der Einmündung zur Pieckstraße in Vetschau ist gerade heiß diskutiertes Thema. FOTO: H. Kuschy
Vetschau. Die Vetschauer Pestalozzistraße ist zwischen der Pieck- und der Gagarinstraße nur eine scheinbar unbedeutende Nebenstraße. Seit Monaten aber ist sie der Aufreger schlechthin. H. Kuschy

Denn an der Einmündung zur ausgebauten Pieckstraße wurde sie eingeengt und für den motorisierten Verkehr in alle Richtungen gesperrt.

Für Wirbel sorgt nun der Antrag der Linken, die Engstelle zurückzubauen und die Pestalozzistraße in alle Richtungen freizugeben. Der Wirtschaftsausschuss ist bei seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich diesem Antrag gefolgt, bestätigt sein Vorsitzender Andreas Malik (CDU). Er selbst hat sich enthalten. Wie es zu der Entscheidung, die Straße einzuengen und zu sperren, gekommen sei, könne heute nur schwer nachvollzogen werden, "es wird seit Jahren kein Wortprotokoll von Sitzungen angefertigt", begründet er. Viele Abgeordnete können sich nicht daran erinnern, dass es jemals eine Information zur Einengung gegeben hat. Karola Schmidt (Die Linke) versicherte im September: "Unsere Fraktion ist sich sicher - hätte es einen Beschluss dazu gegeben, hätten wir ihn abgelehnt und einer Freigabe in alle Richtungen zugestimmt." Denn die Pestalozzistraße habe, auch wenn sie vor der Neugestaltung nur in eine Richtung befahren werden durfte, die viel befahrene Kreuzung einige Meter weiter entlastet. Gerd Kschiwan aus der Pieckstraße ist aber der Auffassung, dass mit der Einengung ein Unfallschwerpunkt entschärft wurde. Und er fragt: "Haben wir in der Stadt nicht wichtigere Probleme zu lösen?" Der Vorschlag von Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) zu einem Vor-Ort-Termin ist nicht diskutiert worden. Die Stadtverordnetenversammlung wird im Dezember entscheiden.