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Winterstimmung an der Puschasch-Ecke

Die gepflegte Puschasch-Zeitz-Ecke im Winter.
Die gepflegte Puschasch-Zeitz-Ecke im Winter. FOTO: Arwed Franke
Lübbenau. Zehn Jahre ist es her, als sich die Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald aufgestellt hat, um den Spreewald als eines von damals 16 deutschen Biosphärenreservaten mit seiner traditionellen kleinflächigen Bewirtschaftung, der einzigartigen Siedlungsstruktur und Artenvielfalt nachhaltig zu gestalten und Initiative zu fördern. Mit einem Startkapital von 57 000 Euro hatten 19 Mitglieder am 16. H. Kuschy

Mai 2007 die Bürgerstiftung gegründet. Dabei waren fünf Kommunen und Kreise wie Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald, vier Agrarbetriebe sowie fünf Vereine und Verbände.

Das Stiftungskapital hatte sich nach damaligen Angaben des Vorstandsvorsitzenden Holger Bartsch schon nach fünf Jahren nahezu verdreifacht.

Erstes Projekt war die Puschasch-Zeitz-Ecke in Lehde - eine 2000 Quadratmeter große Fläche zwischen zwei touristisch genutzten Fließen. Sie wurde landwirtschaftlich nicht mehr genutzt und war verwildert. Eine ansehnliche Spreewaldwiese ist innerhalb von weniger als zwei Jahren daraus geworden. Kahnfährmann Arwed Franke hat die Stimmung, die von dieser kleinen Ecke auch im Winter ausgeht, vor wenigen Tagen fotografisch eingefangen.

Gertrud Mehlow hatte sich bei Projektbeginn daran erinnert, "wie schön doch der Spreewald früher war". Und weil sie wollte, dass einer Fläche nach der anderen wieder zu einstigem Charme verholfen wird, hat sie ihren Familienacker verpachtet. Ihr gebührte deshalb auch das Recht, dem Fleckchen Spreewald einen ganz bestimmten Namen zu geben. "Damals, noch vor meinen Eltern, hat jeder gewusst, wo jemand hinging, wenn es hieß: ,Wir geh'n zu Puschasch".

Dann sind sie nämlich zu uns gegangen", sagte sie damals. Zwischen dem Zeitzfließ und dem Fließ nach Wotschofska sollten das künftig auch alle Touristen wissen, die auf einer der bedeutendsten Kahnfährrouten dort vorbeifahren.