Um 3 Uhr morgens ist am Dienstag die Frühschicht der Calauer Straßenmeisterei auf die Piste gegangen, um Bundes- und Landesstraßen vom Schnee zu räumen, der in der Nacht nicht zu knapp gefallen war. Zur selben Zeit wurden die beiden Vertragsfirmen aus Calau alarmiert. "Das ist der normale Winter, von dem wir in den vergangenen Jahren nicht viel gemerkt haben", sagt Wolfgang Reichert von der Straßenmeisterei. Je nach Situation werde geräumt und hinterher gleich Feuchtsalz gestreut. "Für den Rest der Woche stellen wir uns auf ähnliche Wetterverhältnisse ein. Da schauen wir auch nicht auf die Uhr, wenn die Arbeit mal länger dauert", so Reichert.Um 3 Uhr war auch für Carola Lehmann, Leiterin des Vetschauer Bauhofes, die Nacht vorbei. Die drei Vertragsfirmen aus Vetschau, Calau und Laasow waren zum Räumen in die Stadt und die zehn Ortsteile geschickt worden, und die eigenen Mitarbeiter haben sich ab 5 Uhr um die Rad- und Gehwege sowie die kommunalen Grundstücke gekümmert. "Mit vier Multicars und sechs Leuten sind wir morgens im Einsatz", berichtet die Vetschauerin. Sie weist außerdem darauf hin, dass sich jeder - Fußgänger, Radfahrer wie Autofahrer - auf die veränderten Bedingungen einzustellen hat. Den älteren Vetschauern rät sie, nicht unbedingt Trampelpfade zu benutzen, die nicht in den täglichen Winterdienst eingeschlossen sind. Sie sollten nach ihrer Auffassung wenn möglich auch warten, bis vor ihrer Haustür gestreut ist."Die Zahl der Winterdienst-Einsätze im vergangenen Jahr in Calau und Umgebung ist jetzt schon weit überschritten", konstatiert Holger Pätzold vom Calauer Bauhof. Zwei Mitarbeiter hätten am Dienstagmorgen ab 4 Uhr gut zu tun gehabt, die Gehwege und Parkplätze freizubekommen und mit Splitt zu streuen. Für den Winterdienst auf kommunalen Straßen habe auch Calau drei Firmen gebunden, die am Dienstag gegen 3.30 Uhr mit der Arbeit begonnen haben. Holger Pätzold geht davon aus, dass an jedem Morgen dieser Woche mit überfrorener Nässe gerechnet werden muss. "Dann geht es beizeiten wieder raus. In den vergangenen Jahren sind wir ganz einfach verwöhnt worden", so seine Meinung.