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| 02:41 Uhr

Wieder viel Holz für die Bildhauer

Bester Werkstoff – Eichenstämme aus Altdöbern sind beim Bauhof in Lübbenau eingelagert, müssen nun aber noch geschält werden.
Bester Werkstoff – Eichenstämme aus Altdöbern sind beim Bauhof in Lübbenau eingelagert, müssen nun aber noch geschält werden. FOTO: Queenie Nopper
Lübbenau. Queenie Nopper vom Projektbüro Lübbenaubrücke kann sich noch gut erinnern. 2004 muss es gewesen sein. Damals hatte Karikaturist Reiner Schwalme die Idee, Bildhauer und Karikaturisten in Lübbenau gemeinsam öffentlich auftreten zu lassen. Daniel Preikschat

Zuvor hatten die Künstler ihre jeweils eigene Veranstaltung gehabt, Pleinair beziehungsweise Symposium genannt. 2005 dann belebten Vertreter beider Kunstgattungen den Kirchplatz erstmals gemeinsam. Ab 2011 hieß die Künstlerwoche auch nicht mehr länger Symposium oder Pleinair, sondern Spreewaldatelier.

Einheimische und Gäste erleben dieses Jahr im September das vierte Spreewaldatelier. Die vorangegangenen Veranstaltungen mitgezählt aber steht 2017 ein Jubiläum an, so Queenie Nopper. Das zehnte Mal tauschen in Lübbenau Künstler Werkstatt und Schreibstube gegen einen Arbeitsplatz draußen, um Interessierte an ihrem Schaffen teilhaben zu lassen. "Künstler der ersten Stunde" wie Steffen Mertens und Hans-Georg Wagner aus Cottbus oder Reiner Schwalme aus Lübbenau seien deshalb besonders willkommen. Sie kehren ebenso gern zurück an die inspirierende Wirkungsstätte wie die meisten anderen eingeladenen Bildhauer und Karikaturisten, die fast alle schon einmal beim Spreewaldatelier dabei waren. Längst habe sich herumgesprochen, wie sehr Künstler in Lübbenau geschätzt werden, wie gut das Atelier samt Begleitprogramm und Unterbringung organisiert ist, so Queenie Nopper.

Entsprechend steht bereits jetzt der Fahrplan für 2017 fest. Mit aufgenommen wurde diesmal die poetische Kahnfahrt Traumstaken vom 14. bis 16. September, für die der Vorverkauf laut Tourismusinformation sehr gut läuft. Samstag, 16. September, werden auf dem Marktplatz die Kettensägen angeworfen und die Bleistifte gespitzt. Eine Woche kann der Produktion aus nächster Nähe beigewohnt werden. Am Samstag, 23. September, ist Kunst- und Handwerkermarkt mit Auktion und Kreativwerkstatt zum Mitmachen.

Ausreichend Holz für die Skulpturenfertigung, sei auch schon besorgt worden, so Queenie Nopper. Ein Waldbesitzer aus der Nähe von Altdöbern habe 15 Eichenstämme zur Verfügung gestellt. In Stücke geschnitten liegen sie beim Bauhof an der Schneidemühle. Allerdings noch mit Rinde. Versierte Schäler können sich gern melden bei der Lübbenaubrücke unter 03542 403692. Detaillierte Informationen zum Spreewaldatelier 2017 sind zu finden unter:

www.spreewaldatelier.de

Zum Thema:
15 Bildhauer und sieben Karikaturisten aus ganz Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden bestreiten vom 16. bis 23. September in Lübbenau das Spreewaldatelier. Präsentiert und beworben wird es nunmehr gemeinsam mit der Aquamediale in Lübben und der Spektrale in Luckau durch das Netzwerk "Kunstraum Spreewald", dem auch der Tourismusverband Spreewald angehört.