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| 17:00 Uhr

Diskussionsrunde
Wie macht die Olsenbande das?

Lübbenau. LR vor Ort versucht, das Erfolgsgeheimnis der Lübbenauer Schauspielergruppe zu lüften.

Der letzte Vorhang ist am 2. September gefallen. Die erste Bilanz macht deutlich: Die Olsenbande war eindeutig die erfolgreichste Sommertheater-Aufführungsreihe des Vereins KultuRegio mit den Schauspielern der Bunten Bühne in Lübbenau. Hatten die Vorführungen in den vergangenen Jahren stets um die 1500 Besucher gehabt, waren es 2017 bei der Olsenbande in der Mehrzweckhalle in Groß Beuchow 1900. Das war ein Rekord, den Teil II aller Voraussicht nach zumindest einstellen wird. Denn schon Mitte August musste die Bunte Bühne vermelden: Für die restlichen Aufführungen bis 2. September waren keine Karten mehr zu bekommen.

Bereits 2017 konnten Bunte-Bühne-Chef und Sachsen-Dreyer-Mitstreiter Matthias Härtig sowie Hauptdarsteller Matthias Greupner, der den Olsenbande-Kopf Egon spielt, über die Gründe des Erfolgs nur Vermutungen anstellen. Die große Popularität der sympathischen Ganoven durch die Fernsehserie zu DDR-Zeiten sei hier zu nennen, so Härtig. Gut ankommen könnte, dass in den Filmen beziehungsweise Theateraufführungen der kleine Mann gegen die Reichen aufbegehrt und Stehaufmännchen-Qualitäten an den Tag legt.

Greupner indes fielen im vergangenen Jahr die vielen Familien im Publikum auf. Erwachsene Olsenbande-Fans kamen mit ihren Kindern oder Enkeln, um ihnen die Helden ihrer Kindheit auf der Bühne zeigen zu können. Immerhin kommt man ihnen in Beuchow viel näher als im Fernsehen. Zumal es in der Mehrzweckhalle eng ist, die Schauspieler – von denen nicht wenige im Einsatz sind – oft durch die Zuschauerreihen auf- und abtreten. Man könnte ihnen dabei die Hand schütteln oder ihnen anerkennend auf die Schultern klopfen. Vielleicht, sagt Matthias Härtig, trage auch die Schmissigkeit der Inszenierung mit den musikalischen Einlagen seinen Teil bei zum Erfolg. Oder auch das schöne Außengelände dieses Theaters im Grünen, das man während der Pause genießen kann.

Für die Theatermacher selbst indes ist die Mehrzweckhalle eher eine Herausforderung. Schwer einzurichten, schwer zu bespielen. Die an sich viel zu kleine Bühne muss so gebaut werden, dass sie mehrere kleinere Spielflächen aufweist. Aber mit Widrigkeiten hat ja auch die Olsenbande zu kämpfen.

An der Diskussionsrunde mit der RUNDSCHAU würde am 6. September auch Egon Olsen alias Matthias Greupner gern teilnehmen. Doch ein Wanderurlaub nach anstrengender Theaterabeit sei lange gebucht, so Matthias Härtig. Er selbst jedoch und Olsen-Schurke Kjeld alias Michael Apel, die sind da und wollen gern mit der RUNDSCHAU und Gästen über das Erfolgsgeheimnis der Olsenbande-Aufführungen reden. Vielleicht haben ja die Besucher eine Ahnung, wo der Erfolg herrührt. Und vielleicht lässt sich Matthias schon entlocken, ob es im nächsten Jahr einen „Die Olsenbande“-Teil III geben wird. Genügend Szenen dafür dürften die Fernsehserien noch hergeben.