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| 02:47 Uhr

Wie kann Eisenhydroxidschlamm vermieden werden?

Altdöbern. Nach den Schwerpunktthemen "Deponierung" und "Verwertung" will sich der kommende Stammtisch der Bürgerinitiative Altdöberner See (BI) am Freitag auf das Thema der Vermeidung von Eisenhydroxidschlamm konzentrieren. Das teilt Bernhard Scherf von der BI mit. Jan Augustin

"Die uns umtreibenden Fragen sind: Wie ist praktisch möglich, einen großen Teil von Eisenhydroxid-Mischschlamm zu vermeiden? Was wird unter Quellbehandlung verstanden? Welche Optionen der Vermeidung gäbe es alternativ zum bisherigen Planungsstand?" Die am 1. März 2015 in Altdöbern gegründete Bürgerinitiative setzt sich dafür ein, dass der Quellwasser-See bei Altdöbern nicht mit Eisenhydroxidschlamm (EHS) verbracht wird. Die Mitstreiter fordern den Bergbausanierer LMBV auf, von dem geplanten Vorhaben Abstand zu nehmen. Dieser hatte Mitte Juni angekündigt, bis Anfang Dezember 2015 über die Option zum Einlagern von EHS in den Altdöberner See zu entscheiden. Der entwässerte, dabei chemisch behandelte und mit LKW transportierte organische Ockerschlamm sei fester Abfall, der nach geltendem Wasser-, Boden- und Abfallrecht langfristig auf eine Monodeponie gehört, so Scherf. Eisenocker als Folge des Braunkohlebergbaus werde derzeit aus den Fließgewässern ausgebaggert, weil er in Gewässern toxisch wirkt. Infolgedessen komme es zur direkten Verarmung und Vernichtung der aquarischen Fauna und zur negativen Beeinflussung der Flora in den Gewässern.

Stammtisch Bürgerinitiative Altdöberner See: Freitag, 13. November, 19 Uhr, Mühle Neudöbern