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Wie die Galerie RO zum Erfolg wurde

Dorit Robarick (l.) und Bärbel Lange ergänzen sich in der Galerie RO. Tücher aus Nepal treffen auf sorbische Eier.
Dorit Robarick (l.) und Bärbel Lange ergänzen sich in der Galerie RO. Tücher aus Nepal treffen auf sorbische Eier. FOTO: I. Hoberg
Lübbenau. "Erika oder der verborgene Sinn des Lebens" heißt eine Geschichte der Autorin Elke Heidenreich, die Dorit Robarick in der Vorweihnachtszeit im Jahr 2005 in der Galerie RO während der Lesung "Süße Farbklänge" vorgetragen hat. Dieser Titel ist geradezu symbolisch für die Geschichte der Galerie. Ingrid Hoberg

"Am 17. Mai 1996, einen Tag nach Himmelfahrt, habe ich die Räume in der Ehm-Welk-Straße eröffnet", erzählt Dorit Robarick. Sie blättert in einem Album, in dem Fotos von den Umbauarbeiten vor 21 Jahren zu sehen sind.

Zunächst gab es Kunstdrucke und Bilderrahmen, zum Teil aus der eigenen Werkstatt. Später wurde das Angebot bunter und Dorit Robarick konzentrierte sich mehr auf die Räume in der Apothekengasse 1. Christa Heitzmann zog mit H2O in den Laden an der Straße, später folgte Katharina Schöne mit "Aquarella". Seit 1. März 2009 ist nun Bärbel Lange mit ihrer Werkstatt für sorbische Eier in der Ehm-Welk-Straße 45 zu finden. "Das ist ein großes Glück. Wir sind ein eingespieltes Team", sagt Dorit Robarick. Denn es ist nicht nur ein Laden, in dem Kunst und Dekoratives aufeinandertreffen. Es geht immer auch ums Selbermachen. In der Werkstatt von Bärbel Lange hat schon so mancher seine Liebe und sein Geschick zum Eiermalen entdeckt - das ganze Jahr über, nicht nur vor Ostern. Mit Geduld und Humor weiß sie Urlauber wie Einheimische, Männer und Frauen, Alt und Jung zu begeistern. Und wenn sie manchmal gefragt wird, ob man auch Weihnachten oder Silvester Eier malen kann, dann sagt sie: "Da wechsle ich nur die Musik!"

Am Mittwoch, 17. Mai, von 12 bis 18 Uhr wollen Dorit Robarick und Bärbel Lange nun mit all jenen, die die Galerie RO kennen, gemeinsam in 21 Jahren Erinnerungen schwelgen. Da gibt es sicher viel zu erzählen, denn die Galerie ist immer auch ein Treffpunkt für Kreative und Menschen, die sich Kunst genießen. Ob Ausstellungen wie die von Gerhard Zahl, Lesungen, die "Schönen Nächte", Filmvorführungen mit Donald Saischowa oder Kalendergeschichten von Michael Lange - die Liste ist lang. Unvergessen ist auch, dass Rudi Babben mit seiner Band am 17. Mai 1996 zur Eröffnung gespielt hat. "Die Galerie ist eine Erfolgsgeschichte", sagt Dorit Robarick.

Weitere Informationen gibt es unter www.robarick.de und www.sorbische-eier.de .