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| 01:04 Uhr

WGV-Chefin verwehrt Kontaktaufnahme

Vetschau.. Jetzt werden es nicht mehr nur interne Vorgänge innerhalb der Vetschauer Wohnbaugesellschaft (WGV) sein, die über das Projekt „Wohnen im Alter“ in der Weinertstraße entscheiden. Am 10. H. Kuschy

Dezember 2004 war WGV-Geschäftsführerin Brigitte Städter längerfristig erkrankt und ließ dieser Tage über ihre Anwältin erklären, dass keinerlei Kontakt dienstlicher Art zu ihr aufzunehmen sei, so Bürgermeister Axel Müller (im Aufsichtsrat). Dafür fehle ihm jegliches Ver ständnis.
Bereits im Oktober letzten Jahres hatten sich Anfragen zum Wohnen-im-Alter-Projekt gehäuft. Die WGV rechnete mit einer städtischen Bürgschaft, um dieses Vorhaben finanzieren zu können. Nach Auskunft Müllers habe die Stadt bereits mehrere Bürgschaften für die WGV übernommen, so dass eine weitere unwahrscheinlich ist. Die Zeichen der Zeit seien von der Geschäftsführung nicht erkannt worden. Ein längst gefordertes Konzept zur Umsetzung des Projektes, zur Finanzierung über einen Bankkredit auf direktem Wege, sei bislang ebenfalls nicht vorhanden, so Müller weiter. In einem Diszi plinarverfahren gegenüber der Geschäftsführung Ende 2004 sei erkannt worden: Gute Worte reichen nicht mehr. Warum aber hat der Aufsichtsrat nicht eher reagiert? Müller begründete dies u. a. mit dem Wechsel der Aufsichtsratsmitglieder nach den Kommunalwahlen.
Für diesen Monat stehen Gespräche beim Unternehmensberater und am 24. Januar bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) bevor. Hier wird sich die Zukunft von „Wohnen im Alter“ entscheiden, bestätigt Prokurist Volker Jerwitz. Entweder kommt es zu einer Kreditvergabe oder aber das Projekt stirbt. Dann würde es in kleinen bescheidenen Schritten weitergehen. Volker Jerwitz, der die Geschäfte zunächst weiterführt, denkt daran, dass beispielsweise Fahrstühle in bestimmten Häusern eingebaut werden könnten. Wenn Details feststehen, würde er die Mieter informieren. Die Arbeit mit den Mietern und Geschäftspartnern laufe ganz normal weiter.
Auch für die RUNDSCHAU war Brigitte Städter gestern nicht erreichbar.