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| 14:58 Uhr

Kommunalpolitik
Werbetafeln in Vetschau auf dem Prüfstand

 Großwerbetafeln wie hier in der Ernst-Thälmann-Straße tauchen im Vetschauer Stadtbild häufig auf.
Großwerbetafeln wie hier in der Ernst-Thälmann-Straße tauchen im Vetschauer Stadtbild häufig auf. FOTO: Rüdiger Hofmann
Vetschau. In Zeiten von Wahlwerbung diskutiert die Stadt über den Nutzen von Plakatierungen an öffentlichen Plätzen. Von Rüdiger Hofmann

Wie verhält es sich mit Werbetafeln in Vetschau, wo wird was und von wem plakatiert? Eine aktuelle Bilanz hat Nadine Wegner, Fachbereichsleiterin Ordnung und Soziales, im Wirtschaftsausschuss vorgestellt. Vetschau unterscheidet die Kategorien Großwerbetafeln, kommerzielle Werbung an Schutzgittern, Werbeaufsteller von Unternehmen, Großflächenplakate für Wahlwerbung, Plakatierungen an Litfaßsäulen und „wilde“ Plakatierungen.

Rund 800 Euro nimmt die Stadt durch die Vermietung von Flächen für Großwerbetafeln ein. Die kommerzielle Werbung an Schutzgittern – wie an der Kraftwerkstraße Ecke Pestalozzistraße oder der Berliner Straße Ecke Ernst-Thälmann-Straße – ergibt Einnahmen in Höhe von
600 Euro pro Jahr. Acht dieser Flächen hat Vetschau vergeben, zwei sind noch frei. Werbeaufsteller von Unternehmen – wie in der Rigipsstraße/Ampelkreuzung oder in der Kraftwerkstraße – haben 2018 etwa 150 Euro in die Stadtkasse eingebracht.

2019 wird Wahljahr, womit Wahlwerbung in der Stadt auftaucht. „Standorte für Wahlsichtwerbung auf Großflächenplakaten befinden sich auf der Freifläche hinter der Schlossremise, auf dem ehemaligen Busplatz am alten Kraftwerksgelände, in der Bahnhofstraße/Hellmannplatz, im Gewerbegebiet Raddusch an der Kreuzung L49 oder auf dem öffentlichen Parkplatz nahe Aral-Tankstelle“, so Wegner.

Hinsichtlich „wilder“ Plakatierungen ergeben sich – obwohl Vetschau damit 860 Euro jährlich einnimmt – Probleme aus Sicht der Stadt: So wird der Zaun am Griebenowpark häufig genutzt. „Er ist baufällig, Zaunfelder drohen herauszubrechen. Bei dauerhafter Nutzung muss die Zaunanlage saniert werden, was teuer wird“, so Wegner.

Der Zaun an der Reptener Kreuzung/L 54/L 49 wirkt hingegen wie ein buntes Sammelsurium an Werbung. Problem hier: Die Plakate befinden sich auf privater Fläche, Straßenbaulastträger ist nicht die Stadt, sondern der OSL-Landkreis.

Eine Plakatierung an der Mauer am Griebenowpark, wie sie zu sehen war und nun bereinigt wurde, ist von der Stadt untersagt worden.