Wie Hasen hocken die Mädchen und Jungen um Teresa Seliger, Chefin der Oberförsterei Calau, auf dem Waldboden. Die Gruppe "Diebische Elster" gibt sich gerade Mühe, beim Hasen-Quiz viele Punkte zu sammeln. "Wie geht das Sprichwort ,Mein Name ist Hase …' weiter?", fragt die Forstfachfrau. Leichtes Grübeln ist angesagt. Oder: "Wie werden die Ohren des Hasen bezeichnet?" "Löffel!", rufen gleich mehrere Kinder. Mit Ehrgeiz und Spaß an der Sache versuchen sie, die Aufgaben an den Stationen, die mitten im Wald für sie zum Kindertag aufgebaut wurden, zu lösen.

Bei Gunter Emmrich, der zur Unterstützung seiner Kollegen aus Lübben gekommen ist, sind die fünf Sinne gefordert. Die Viertklässler schnuppern an Duftproben mit Vanille, Lavendel oder Zitrone, in Stoffsäckchen ertasten sie Walnüsse, Fichtenzapfen oder Kastanien. Die Gruppe "Schnatternde Ente" versucht gerade, bei Marina Siedschlag, Revierförsterin in Drehna, einheimische Baumarten anhand von Zweigen zu bestimmen. "Fichte oder Kiefer? Was unterscheidet diese Nadelbäume?", gibt sie Hilfestellung.

Lutz Balke erzählt eine Geschichte vom Waldarbeiter und welche Geräusche er bei seinem Weg durch den Wald hört. Da rascheln die Blätter der Bäume, da summen die Fliegen, der Waldkauz ruft, bevor er auf Futtersuche geht. Die Mädchen und Jungen von der Gruppe "Diebische Elster" hören genau.

Bei den Waldarbeitern Wilfried Zwiebler und Andreas Born erfahren die Mädchen und Jungen, mit welchem Arbeitsgerät Bäume gefällt oder andere Aufgaben erledigt werden. Da gibt es einen Pflanzspaten, ein Metermaß und eine Kettensäge. Während die Gruppen noch ihren Rundgang machen, hat Christiane Mattern von der Oberförsterei Calau schon alles für die Preisverleihung am Ende dieses lehrreichen Vormittags bereitgelegt. "Wer keinen Preis gewinnt, darf in den Überraschungskorb greifen", verrät sie schon mal.

Die Klassenlehrerinnen Cornelia Richter (4a), Gabriele Lehmann (4b) und Simone Prey (4c) sind wie ihre Schüler begeistert von diesem besonderen Kindertag. "Das ist super, ganz toll, was die Oberförsterei Calau hier vorbereitet hat", sagt Cornelia Richter. "Es werden alle Sinne angeregt. Die Schüler konnten ihr Wissen aus dem Unterricht anwenden", ergänzt ihre Kollegin Gabriele Lehmann.

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