| 02:43 Uhr

Wenn Alt und Jung in Byhleguhre zusammenstehen

Sitzt alles? Die Mädchen machen sich fein für den Trachtenumzug durch Byhleguhre.
Sitzt alles? Die Mädchen machen sich fein für den Trachtenumzug durch Byhleguhre. FOTO: Jürgen Harnath/jhh1
Byhleguhre. Die Fastnacht ist wohl das Fest in der Niederlausitz, das am ausgiebigsten gefeiert wird. Gilt es doch, den Winter auszutreiben. jhh1

So auch am Wochenende im Spreewalddorf Byhlegure. Und das zum 127. Mal. Höhepunkt der vier Tage dauernden Fastnacht war wie immer der Trachtenumzug am Sonntagnachmittag. 45 hübsche Spreewälderinnen und ihre schmucken Begleiter zogen, begleitet von den Lutzketaler Blasmusikanten, durch den Ort. In Byhleguhre feiern Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam, und so liefen im Festzug auch die Kleinsten in Tracht oder Anzug und Hut mit.

Start war am Donnerstag mit dem Anstecken der Sträuße an die Hüte der Herren. Dem schloss sich am Freitag und Samstag das Zampern an. Rund 60 fröhliche Byhleguhrer machten sich am Samstagmorgen auf den Weg durch Byhleguhre und seine Ortsteile, um viele Naturalien, aber auch so manchen Euro zu erbeuten. Viele Einwohner öffneten ihre Türen, um bei einem Tänzchen und Hochprozentigem zu spenden.

Am Sonntag trafen sich die Teilnehmer des Festzuges um 13 Uhr am Festzelt zum obligatorischen Fototermin. Da wurde an den Trachten noch einmal gezupft, die Haube zurechtgerückt oder die Bänder wirkungsvoll gelegt. Schließlich wollte man auf den Erinnerungsfotos toll aussehen. Es folgte: der Ausmarsch. Der Bursche holte seine Partnerin ab, um anschließend mit ihr auszumarschieren. Es ging die Dorfstraße entlang, "In Ecke" und schließlich die Straupitzer Straße hinauf und durch den gesamten Ort. Ab und zu wurde Halt gemacht, um sich warm zu tanzen. . Viele begeisterte Zuschauer verfolgten den fröhlichen Zug entweder am Straßenrand oder aus ihren Fenstern heraus. So wie Elke Zerbst und ihr Mann Lothar aus Cottbus. "Ich kann nur sagen: ganz toll", sagte Lothar Zerbst. Wie die Tradition an die Jüngsten weitergegeben wird und Alt und Jung zusammenfeiern, ist große Klasse", ergänzte Elke Zerbst. Nach rund eineinhalb Stunden waren alle wieder im Festzelt und ließen die Fastnacht bei Blasmusik ausklingen.