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| 18:01 Uhr

Parken im Quartier
Weniger Unfallrisiko — Radler bleiben auf der Straße

In der Otto-Grotewohl-Straße sollen Radfahrer auch weiterhin die Straße nutzen. Aus Sicht der Stadtverwaltung ist das sicherer.
In der Otto-Grotewohl-Straße sollen Radfahrer auch weiterhin die Straße nutzen. Aus Sicht der Stadtverwaltung ist das sicherer. FOTO: Daniel Preikschat / LR
Lübbenau. Stadt Lübbenau hält in der Grotewohlstraße an bisheriger Regelung fest. Parkplätze vor der Grundschule geplant.

In der Otto-Grotewohl-Straße in Lübbenau tut sich was in diesem Jahr. Vor der Werner-Seelenbinder-Grundschule sollen etwa 15 Parkplätze gebaut werden, damit Eltern ihre Kinder problemlos bringen und abholen können. Weiterhin soll der Gehweg in Richtung der Schule repariert beziehunsgweise stellenweise erneuert werden. 90 000 Euro sind dafür im Haushalt 2018 eingeplant.

Was sich jedoch nicht ändern soll ist die Nutzung der Grotewohlstraße durch Radfahrer. Sie werden auch weiterhin die Fahrbahn nutzen und nicht auf einen Geh- und Redweg ausweichen. Zumindest ließ der Verlauf der Diskussion kürzlich im Bauausschuss darauf schließen. Dort wurde eine Zuarbeit der Stadtverwaltung für die Stadtverordneten präsentiert, laut der die Vorteile der jetzigen Regelung deutlich überwiegen und Autofahrer die Radler besser im Blick haben. Vor allem beim Abbiegen sei das Unfallrisiko weniger hoch, aber auch beim plötzlichen Öffnen der Autotüren auf den neuen Parkplätzen vor der Grundschule. Außerdem können Kinder bis zehn Jahre weiter auf dem Gehweg Fahrrad fahren, heißt es, Kinder bis acht Jahre müssen das sogar.

Einzelne Radfahrer, das räumen die Planer im Rathaus ein, könnten sich zwar etwas unsicher fühlen auf der Straße. In der Gesamtbetrachtung sei es für alle Beteiligten jedoch sicherer, bleiben die Radfahrer wie bisher auf der Straße. Zumal in der Grotewohlstraße höchstens Tempo 30 erlaubt ist. Abgewägt wurden die Vor- und Nachteile durch die Verwaltung aufgrund einer Anregung von Stadtverordneten Ende vergangenen Jahres. Wenn die Straße baulich schon angefasst wird, sollte auch gleich über einen Geh- und Radweg nachgedacht werden, hieß es damals.

Parkplatzbau und Gehwegreparatur werden in der Grotewohlstraße nicht die letzten Baumaßnahmen sein. Auch die Fahrbahn und andere Gehwegbereiche seien sanierungsbedürftig, so der Bauausschussvorsitzende Siegmar Feldheim (SPD).

Außer der Stadt baut auch die WiS Wohungsbaugesellschaft im Spreewald weitere Parkplätze in dem Neustadt-Quartier. Sie sind in der Giebelstraße vorgesehen.