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| 02:32 Uhr

Weitblicke im doppelten Sinn im Calauer Rathaus

Beim Vorstellen ihrer Fotografien und Ölbilder sah sich Mara Scheunemann von einer Menschentraube umgeben. Besucher zeigten sich bisweilen berührt von den Geschichten, die sich um jedes einzelne Bild ranken.
Beim Vorstellen ihrer Fotografien und Ölbilder sah sich Mara Scheunemann von einer Menschentraube umgeben. Besucher zeigten sich bisweilen berührt von den Geschichten, die sich um jedes einzelne Bild ranken. FOTO: uhd1
Calau. Mit einer Vernissage ist Donnerstagabend das Galerie-Jahr im Calauer Rathaus eröffnet worden. Bis Mitte Mai können Besucher des Verwaltungssitzes zu den öffentlichen Sprechzeiten Fotografien und Ölbilder der Globetrotterin Margarethe Scheunemann besichtigen, die sich kurz Mara nennt. uhd1

"Weitblick" nennt die 1992 in Burghausen (Bayern) geborene Künstlerin ihre Ausstellung, die sich auf vielen Kontinenten zuhause fühlt. Die zwischenzeitlich in Neuseeland, Ogrosen, Calau und derzeit in Leipzig wohnende Malerin und Fotografin hat bereits unzählige Staaten bereist. Allein in ihrer Calauer Präsentation sind Aufnahmen aus 12 Nationen enthalten. "Ich möchte meine dort gewonnenen Eindrücke teilen, Neugier wecken und Lust aufs Reisen entfachen", erklärt Mara Scheunemann ihr Grundanliegen. Auf ihren Reisen hätten sie sowohl die fremden Kulturen fasziniert als auch die Menschen.

Besondere Momente oder Personen wurden mit der Kamera festgehalten oder mit Pinsel und Ölfarbe verewigt. Ein Lieblingsfoto oder Ölgemälde gebe es nicht, wohl aber den Wunsch, nochmals an bestimmte Orte zurückzukehren. "Zu einer anderen Jahreszeit. Japan in der Kirschblüte stelle ich mir sehr eindrucksvoll vor", so die Tochter des Calauer Malers und Kunstpädagogen Henry Krzysch.

In seiner Laudatio hob Bürgermeister Werner Suchner die Doppeldeutigkeit des Ausstellungsnamens hervor: "Wir kennen den Weitblick auf Räume und in Landschaften, aber auch den Weitblick als vorausschauende Betrachtung, der uns gedanklich in die Zukunft blicken lässt", so das Stadtoberhaupt. Mit der Doppelkombination Foto und Gemälde erlebe die Serie von Galerien im Rathausflur sogar eine Premiere.

Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von Max Albert Litta (12) am Flügel. "Wir wollen Kindern und Jugendlichen Gelegenheit geben, Bühnenerfahrungen zu sammeln", begründete Suchner das Verpflichten des Nachwuchsmusikers aus Bischdorf (Stadt Lübbenau).