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Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Altstadt
Weihnachtsmarkt in Lübbenau wird größer

Das stimmungsvolle Treiben auf dem Lübbenauer Weihnachtsmarkt beschränkt sich in diesem Jahr nicht nur auf den Marktplatz.
Das stimmungsvolle Treiben auf dem Lübbenauer Weihnachtsmarkt beschränkt sich in diesem Jahr nicht nur auf den Marktplatz. FOTO: uhd
Lübbenau. Bei der Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Altstadt (IGEA) hatte am Mittwoch ausgerechnet ein Noch-nicht-Mitglied Bemerkenswertes mitzuteilen: Der Weihnachtsmarkt soll sich in diesem Jahr erstmals vom Kirchplatz bis zum Kleinen Hafen – Am Spreeschlösschen erstrecken. Und mehr noch: Von dem Hafen aus können Besucher an dem dritten Adventswochenende eine einstündige Theaterkahnfahrt unternehmen. Daniel Preikschat

Wie Marko Schröter vom Kahnfährmannsverein der Spreewaldfreunde am Kleinen Hafen weiter ausführte, orientiere sich die Kahnfahrt am "Traumstaken". Mehr als 700 Gäste waren im September bei der poetischen Kahnfahrt dabei, bei der das Berliner Theater Anu den künstlerischen Part übernommen hatte. Bei der Weihnachtsmarkt-Theaterkahnfahrt, so der Kahnfährmann und Pensionsbetreiber, werde der künstlerische Anspruch jedoch etwas heruntergeschraubt. An fünf Haltepunkten auf dem Erlenhorst werden den Kahnfährgästen Spreewälder Sagengestalten begegnen, unter anderem Litschko und die Lutki. Der Hafen selbst werde ebenfalls zum Verweilen einladen. Dort soll eine kleine Bühne und Stände errichtet, Livemusik gespielt und alte Spreewaldfilme gezeigt werden.

Weitere Stände, so Schröter weiter, sollen entlang der Spreestraße ihren Platz finden, auf diese Weise Marktplatz und Kleiner Hafen miteinander verbunden werden. Aus Sicht der Kahnfährmänner werde der Weihnachtsmarkt der IGEA so deutlich aufgewertet. Geplant sei weiter, dass die Kahnfährmänner der Interessengemeinschaft beitreten - als "vertrauensbildende Maßnahme", so Marko Schröter.

Bei den IGEA-Mitgliedern kommt die Initiave der Kahrfährmänner vom Kleinen Hafen gut an. Eine "tolle Sache" sei das, so die Vorsitzende Angela Glaubitz. Sie habe sich gefreut, als die Grünwesten mit ihrem Vorschlag auf die IGEA zugekommen seien. Es sei nun wichtig, für den Weihnachtsmarkt zu werben, mit Flyern, im Internet und per Mundpropaganda. Traditionellerweise werden auf dem Kirchplatz wieder Händler in festlich geschmückten Holzhütten unter anderem Süßwaren, Holzspielzeug und handgezogene Kerzen verkaufen. IGEA-Mitglieder selbst schenken Glühwein aus und grillen Würstchen. Festliche Illumination, Modenschau, Bühnenprogramm und Feuershow sind Standards.

Der Stollenanschnitt mit dem Bürgermeister ist wieder für den Samstag um 14 Uhr angesetzt. Die Geschäfte in der Altstadt sind am Adventssonntag von 13 bis 19 Uhr geöffnet.

Zum Thema:
Der Weihnachtsmarkt der IGEA findet immer am Wochenende zum 3. Advent statt (16. und 17. Dezember). Ebenfalls Tradition hat die "Spreewaldweihnacht - Zwei Märkte eine Kahnfahrt" am ersten und zweiten Adventswochenende (3. und 4. sowie 9. und 10. Dezember), veranstaltet von der Kahnfährgenossenschaft am Großen Hafen und dem Freilandmuseum Lehde.