Die Hobbymeteorologen scheinen dem Sechser im Lotto näher zu sein, als einer zutreffenden Wettervorhersage. Früher hieß es: Steht im Dezember noch das Korn, ist es wohl vergessen worden. Jetzt könnte es mittlerweile zur Ernteplanung der Landwirte gehören. Wenn die Bauern es gewollt hätten, wäre ihnen dieser Coup Ende 2015 voll geglückt. Am 2. Weihnachtsfeiertage gab es mit 15 Grad Celsius einen kühleren Sommertag. Auf den Wiesen rund um Boblitz waren Gänseblümchen und aufgebrochene Weidenkätzchen auszumachen. An Zierkirschen, Christrosen und Magnolien zeigten sich die Knospen. Krokusse, Schneeglöckchen und Tulpen, reckten sich in die Höhe.

Mit Beginn des kalendarischen Winters am 1. Dezember kletterte das Thermometer fast täglich und sogar vom 17. bis 28. Dezember ununterbrochen, in den zweistelligen Plusbereich. Schon am 2. Dezember wurde der Wert von 11 Grad Celsius als Tageshöchsttemperatur registriert. Am 19., 20., 23. und 27. Dezember waren es beachtliche 13 Grad Celsius.

Kühle Überraschungen gab es lediglich am 14., 24., 29., 30. und am 31. Dezember. Am frühen Morgen wurden Minusgrade registriert. Am 31. Dezember wurden minus vier Grad Celsius und am 14. Dezember minus drei Grad Celsius gemessen.

An zwölf Tagen regnete es. Insgesamt fielen im Dezember 50 Millimeter (50 Liter) auf einen Quadratmeter. Diese Menge hätte, wenn sie mit einem Mal bei Minusgraden gefallen wären, eine Schneehöhe von über 30 Zentimetern ergeben.

Im vergangenen Jahr gab es 173 Tage mit Niederschlägen (Schnee, Hagel, Graupel und Regen). Es wurden 663,5 Millimeter (663,5 Liter) Niederschlag pro Quadratmeter im südlichen Teil vom Spreewalddorf Boblitz gemessen. Im Jahre 2014 waren es 165 Tage mit Niederschlägen und es fielen 592,5 Millimeter (592.5 Liter) pro Quadratmeter.

Die Region um den Lübbenauer Ortsteil Boblitz entwickelt sich immer stärker zum "Sonnenschein-Land". Insgesamt zeigte sich "Klärchen" im Jahre 2015 an 1790 Stunden. Im Jahre 2014 waren 1674 Sonnenscheinstunden in die Statistik eingegangen. An 322 Tagen von den 365 Tagen im Jahre 2015 zeigte sich unser Heimatstern am Himmel.

In der Jahresstatistik 2015 gingen am 5. Juli mit 38,5 Grad Celsius die höchste Tagestemperatur und am 28. Januar mit minus 10 Grad Celsius die tiefste Nachttemperatur in die Statistik ein.

Am 7. Juli gab es mit 24 Grad Celsius die größte Tages-Temperaturdifferenz. Das Thermometer kletterte von 10 Grad Celsius in der Nacht auf 34 Grad Celsius am Tag.

Die stärksten Stürme wurden am 30. März und am 31.März mit der Stufe "8" auf der Beaufortskala gemessen. Äste und Zweige brachen von den Bäumen, im Umland von Boblitz fiel so mancher Baum um.

An zwölf Tagen fiel im Jahre 2015 Schnee. Die höchste Schneehöhe gab es am 23. Januar mit 10 Zentimetern.

An 28 Tagen wurde Nebel mit einer Sichtweite unter 50 Metern registriert.

Das Fazit der Boblitzer Ortsbauern am Ende 2015: Steckt die Krähe zur Weihnachtszeit im Klee, sitzt sie zu Ostern im Schnee.