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| 16:46 Uhr

Badegewässer
Wasserqualität an Hindenberger See trotz Hitze gut

Die Wasserqualität des Hindenberger Sees ist nicht zu beanstanden. Hitzegeplagte können dort bedenkenlos baden.
Die Wasserqualität des Hindenberger Sees ist nicht zu beanstanden. Hitzegeplagte können dort bedenkenlos baden. FOTO: Kuschy
Lübbenau. Keine Überschreitung der Grenzwerte. Durchfallerkrankungen von Badegästen sind nicht auf Bakterien zurückzuführen. Von Stephan Meyer

Die Wasserqualität des Hindenberger Sees ist nicht zu beanstanden. Das bestätigen Untersuchungen des Gesundheitsamts des Landkreises Oberspreewald-Lausitz (OSL).

Vergangene Woche äußerte ein Lübbenauer in einem sozialen Netzwerk den Verdacht, dass Wasser des Sees könnte, angesichts der lang anhaltenden Hitze, umgeschlagen sein. In seinem Freundeskreis hätten sieben Kinder unter Durchfall und Erbrechen gelitten, nachdem sie im Hindenberger See baden waren.

Die Vermutung ist nicht ganz aus der Luft gegriffen. Krankheitserreger wie Enterokokken und Escherichia coli (E.coli) können sich bei steigenden Temperaturen stärker vermehren. Das Gesundheitsamt OSL kontrollierte am vergangenen Dienstag, 31. Juli, den See. In Höhe des Stegs wurde eine Sichttiefe von über zwei Metern festgestellt. Das Wasser hatte eine Temperatur von 26,2 Grad Celsius. Hinweise auf Blaualgen lagen nicht vor, wie Stephan Hornak, Leiter des Büros des Landrats OSL, auf Nachfrage mitteilt.

Darüber hinaus wurde eine Wasserprobe entnommen. Die Untersuchung zeigte keine Beanstandung des pH-Wertes und keine Überschreitung der Grenzwerte bei Enterokokken und E.coli-Bakterien.

Der Hindenberger See ist kein EU-Badegewässer, sondern eine Badestelle mit öffentlichen Charakter. Dennoch wird das Gewässer vom Gesundheitsamt mindestens einmal jährlich hinsichtlich der Wasserqualität untersucht. Zusätzlich wird der See zwei Mal im Jahr einer optischen Kontrolle unterzogen. Sollten vermehrt Auffälligkeiten bekannt werden, kontrolliert das Gesundheitsamt entsprechend der Notwendigkeit häufiger.

Klaus Bethke, Amtsarzt und Leiter des Gesundheitsamtes OSL, gibt folgenden Hinweis: „Hitze kann bei Kindern auch Ursache von Erbrechen sein. Durchfallerreger befinden sich derzeit natürlich auch in nicht ausreichend gekühlten Lebensmitteln und Getränken. Des Weiteren wurden dem Gesundheitsamt aktuell Durchfallerkrankungen, die von Mensch zu Mensch (Noro- und Rotaviren) übertragen werden, gemeldet.“