"Steigende Grundwasserstände stellen an unsere Arbeit höhere Anforderungen", sagte Rainer Schloddarick im Calauer Bau- und Finanzausschuss. Die Gebühren für die Gewässerunterhaltung seien seit 2005 gleich geblieben. So muss der Verband mit seinen Mitteln haushalten und Schwerpunkte setzen.

Wie Schloddarick erläuterte, hatte der Wasser- und Bodenverband im Jahr 2005 noch 1238 Kilometer Gewässer II. Ordnung zu bearbeiten, seit 2011 sind es 1329 Kilometer. Auch die Anzahl der Bauwerke ist gestiegen: von 1231 (2005) auf 3666 (2011). Der Verband übernimmt Gewässer, die die LMBV im Laufe der Jahre wiederhergestellt hat. "Das ist ein langwieriger Prozess - die Planung und Umsetzung nimmt mehrere Jahre in Anspruch", erklärte Rainer Schloddarick.

Das Gewässersystem müsse für veränderte klimatische Bedingungen ausgebaut werden. Nach der Statistik des Verbandes sind die Niederschlagsmengen von 1999 bis 2011 angestiegen. "Dennoch haben wir trockene Sommer. Die Verteilung hat sich geändert", sagte er. Wenn große Wassermengen in kurzer Zeit abzuleiten sind, dann muss das Grabensystem funktionieren. Für Krautungen sind im Haushaltsentwurf 2012 rund 730 000 Euro vorgesehen, für Entschlammung rund 100 000 Euro. Um das Pensum zu schaffen, sei moderne Technik angeschafft worden. "Die Krautungen werden wir in zwei Schichten machen, um kostengünstig zu arbeiten", sagt der Geschäftsführer. Wichtig ist, dass Hindernisse an den Gräben beseitigt sind. Schwerpunkt der Arbeiten wird im Juni und Juli sein. Der Beginn soll vorab bekannt gegeben werden.

Es müsse ein Bewusstsein für die Wasserproblematik entwickelt werden, betonte Rainer Schloddarick. Das sei ein längerer Prozess. "Wir sind für das Gemeinwohl tätig", betont der Verbandschef.