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Wappen derer von Witzleben ziert Fassade

Altdöbern.. Bewohner des Seniorenheimes „Die Hospitäler zum Heiligen Geist und St. Georg“ in Berlin-Wedding sind am Sonntag in der evangelischen Kirchengemeinde Altdöbern zu Gast gewesen. Ihren Besuch haben die Hauptstädter mit einer Besichtigung des Barockschlosses, das zurzeit saniert wird, verbunden. Ehrengäste der Führung waren die Eheleute von Witzleben. Bürgermeister Bernstein begleitete den Rundgang mit Informationen zur Geschichte des Ortes, des Parks und des historischen Bauwerks. Von Uwe Hegewald

Unter die rund 40 Besucher aus der größten und ältesten evangelischen Stiftung in Berlin (seit 1287), hatten sich auch einige Altdöberner gemischt, die von der Schlossbesichtigung erfahren hatten. Offiziell eingeladen war das Ehepaar Elisabeth und Wolfgang von Witzleben. Die in Potsdam beheimateten Eheleute hatten ein besonderes Interesse an einem Schlossrundgang, da sich in Altdöbern Äste ihres Stammbaumes verzweigen. Am 18. Januar 1880 hatte Dr. jur. Baron Heinrich von Witzleben das Rittergut Altdöbern gekauft und bis zum 1. Februar 1914 verwaltet. "Die gemeinsamen Wurzeln liegen lange zurück, so im 15. bis 16. Jahrhundert", erklärte Wolfgang von Witzleben. Das in Sandstein gemeißelte Familienwappen schmückt noch heute die Vorderfassade des altehrwürdigen Bauwerks. "Meine Gattin und ich sind sehr beeindruckt von dem Schloss. Wir haben oft davon gehört, hatten aber noch nie Gelegenheit, es zu besichtigen. Den weiteren Werdegang der Sanierung werden wir jetzt mit noch mehr Aufmerksamkeit verfolgen", sagte er.
Auch die Bewohner des Berliner Seniorenstiftes waren erstaunt, was Horst Bernstein von dem 60 Hektar großen Park, seinem Salzteich, dem Französischen Garten und der Rhododendronblüte im Frühjahr erzählte. Den Gästen war klar: „Hier müssen wir unbedingt noch einmal her.“ "Wir werden auf der Heimfahrt gleich mal mit Tobias Kuske sprechen", sagten zwei Seniorinnen.
Der junge Theologe Tobias Kuske erklärte sich gern bereit, einen weiteren Ausflug nach Altdöbern zu organisieren. "Da habe ich dann vielleicht auch das Glück, meine Studienfreundinnen Marita Lersner und Bettina Hämmerlein, die hier als Pfarrerinnen im Entsendungsdienst arbeiten, zu treffen", so der 33-Jährige. Auf dem gemeinsamen Vikariat - der praktischen Ausbildungsphase, die sich an das Theologiestudium anschließt - haben sie sich kennen gelernt und die Kontakte bis heute gepflegt. Verbindungen, die auch Altdöbern zugute kommen, denn von dem kurzweiligen Tagesausflug wollten die Gäste den Daheimgebliebenen beim Abendessen im Seniorenstift berichten.