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| 01:04 Uhr

Wanderpokal an TSG-Männer

Hallenfussball.. Die zweiten Lübbenauer Stadtmeisterschaften im Hallenfußball richtete die TSG Lübbenau am Samstag aus. Alle acht Männermannschaften, die im aktiven Wettkampfbetrieb stehen, beteiligten sich daran. Nicht ganz zwei Wochen nach dem Stadtturnier der Freizeitmannschaften rollte das Leder erneut auf dem Parkett in der Sporthalle in der Otto-Grotewohl-Straße. Während beim Freizeitturnier nach Weihnachten die Freude am Spiel und der Spaßfaktor überwogen, ging es Samstag ernsthafter zur Sache. Von Birgit Keilbach

Ab zehn Uhr standen sich die acht beteiligten Teams in Vorrunden und Finalspielen gegenüber. „Die Spieler gehen an diesen Wettbewerb mit dem gleichen Anspruch wie bei einem Punktspiel auf dem Platz heran“ , beurteilte Schiedsrichter Joachim Marcello von der SpVgg Raddusch das Geschehen zwischen den zwei Toren. Mit seinem Kollegen Herbert Rumposch von Lok Calau hatte er deutlich mehr Härten zu ahnden und Zeitstrafen zu vergeben. Andererseits hielten sich auch die Spieler mit Kritik an den Unparteiischen nicht zurück. Die Atmosphäre in der Halle war deutlich kämpferisch geprägt. Dennoch kam die Spannung keineswegs zu kurz.
Überraschend fand sich zum Beispiel der Titelverteidiger ESV Lok Lübbenau nach frühzeitigen Ausscheiden aus dem Finalkampf im Spiel um Platz fünf wieder. Der FC Hindenberg hingegen kämpfte sich durch alle Begegnungen bis zum Finale und unterlag erst am Ende dem Team der TSG Lübbenau mit 0:7 im Spiel um den Wanderpokal des Bürgermeisters.
„Sie sind die Überraschungsmannschaft dieses Turniers“ , würdigte Axel Kopsch, Vorsitzender des ausrichtendenVereins, die gezeigte Leistung. Schwarz Gelb Boblitz und Grün Weiß Groß Beuchow standen sich im Kampf um Platz drei gegenüber, den die Boblitzer mit 4:2 für sich entschieden. Die Zahl der Zuschauer hielt sich am Samstag in Grenzen, rund 50 Schlachtenbummler verfolgten das Geschehen auf dem Parkett.
Das sei zum Teil auch der langen Spieldauer geschuldet, meinte Jochen Tietze, Trainer des ESV Lübbenau. „Es ist das erste Hallenturnier, das ich erlebe, bei dem die Mannschaften zweimal zehn Minuten spielen. Voriges Jahr dauerte jedes Spiel 15 Minuten, das war voll in Ordnung“ , stellte er fest. „Zweimal zehn Minuten, da dauert es bis zu 45 Minuten, ehe die Mannschaft wieder dran ist“ , kritisierte auch Erhard Schneider, Mannschaftsleiter von Groß Beuchow, die Spielzeit.
„Wir wollen schon, dass die Spieler mehr gefordert werden als beim Freizeitturnier“ , begründete Axel Kopsch die Entscheidung zur Spieldauer. Auf diese Weise kristallisiere sich dann genauer heraus, wer in der Halle wirklich die bessere Mannschaft sei.
Positiv sahen vor allem die Spieler die willkomme Bewegungsmöglichkeit. „Das ist nicht schlecht, so als Abwechslung nach Weihnachten“ , fand Sebastian Fabisch vom SV Schwarz Gelb Boblitz. Seinen Teamkollegen Enrico Lücke schmerzte zwar, dass sie das Halbfinale gegen Hindenberg verloren hatten. Er meinte dennoch: „Es ist alles gut organisiert, auch wenn das Turnier von mir aus erst so gegen 14 Uhr beginnen könnte.“
Auch Maik Szok von Grün Weiß Groß Beuchow sah im Turnier eine willkommene Abwechslung. „Ich bin das erste Mal dabei. Wir wollen nun natürlich Platz drei schaffen. Sonst gibt' s härteres Training“ , meinte er mit einem Augenzwinkern in Richtung Trainer. Ob diese Vermutung nun realisiert wird, werden die Kicker demnächst erleben, denn sie unterlagen den Boblitzern und landeten auf Platz vier.
Während des Turniers gaben die beteiligten Mannschaften außerdem ihre Wertungen für besondere spielerische Leistungen ab. Bester Spieler wurde Alexander Brehmer vom FC Hindenberg, bester Torwart Manfred Bröshüber von Grün Weiß Groß Beuchow. Andy Ehrlich von der TSG Lübbenau, Männer, trug sich mit zehn Toren als bester Torschütze in die Liste ein. (klb)

Das Turnierergebnis
1. TSG Lübbenau Männer
2. FC Hindenberg
3. Schwarz Gelb Boblitz
4. Grün Weiß Groß Beuchow
5. ESV Lübbenau
6. SSV Lübbenau
7. TSG Lübbenau, Altliga
8. SV Wudritz/Ragow