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| 10:56 Uhr

UPDATE Großeinsatz im Spreewald
Waffenfund in Mehrfamilienhaus in Calau

Die Polizei entdeckte in einer Wohnung in Calau Bomben, Handgranaten und andere Waffenteile.
Die Polizei entdeckte in einer Wohnung in Calau Bomben, Handgranaten und andere Waffenteile. FOTO: Fotolia
Calau. Der Rettungsdienst in Südbrandenburg wird in eine Wohnung mit einem leblosen Mann gerufen. Dort machen sie eine Entdeckung, die eine Evakuierung nach sich zieht.

Rettungshelfer haben ein Waffen- und Munitionslager in einer Wohnung eines gestorbenen Mannes in Calau (Oberspreewald-Lausitz) entdeckt. Auch im Keller des toten 46-Jährigen in dem Mehrfamilienhaus und in einer nahe gelegenen Garage lagen große Mengen von Munition und Kriegswaffen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Rettungsdienst war am Sonntagmittag in die Wohnung gerufen worden, weil ein Familienangehöriger den 46-Jährigen leblos aufgefunden hatte.

Laut Lagezentrum des Polizeipräsidiums handelte es sich bei dem Angehörigen um den Vater. Unter den Waffen seien neben Handgranaten auch Übungsbomben gewesen.

Um die Wohnung und die Garage herum wurde noch am Sonntag ein Sperrkreis errichtet, 72 Anwohner mussten ihre Wohnungen vorübergehend verlassen, wie es weiter von der Polizei hieß. Stadtverwaltung, Feuerwehr und Katastrophenschutz hätten dabei geholfen. Ein Teil der Munition wurde von Spezialkräften dann auf einem Feld beim Ortsteil Werchow kontrolliert gesprengt. Am späten Abend konnten die Bewohner wieder zurück in ihre Häuser gehen.

Die Untersuchungen in Calau liefen demnach am Montag weiter. Die Polizei ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Zudem wird auch geklärt, warum der Mann starb. Nach bisherigem Ermittlungsstand sei es naheliegend, dass der 46-Jährige wegen Vorerkrankungen eines natürlichen Todes gestorben sein könnte.

(dpa/sm)