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| 16:02 Uhr

Historische Akteneinsicht
Vortrag zum Wirken der Stasi in Lübbenau

Lübbenau. Bürgerberatung zur Akteneinsicht am 20. November. Von red/rdh

1989 waren in der Calauer Kreisdienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit, zu dessen Kreisgebiet Lübbenau gehörte, 48 hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt. Über 400 inoffizielle Mitarbeiter mit Decknamen wie „Günter Schneider“, „Shiguli“ und „Fred Krause“, berichteten über die Stimmungslage in der Bevölkerung und sammelten Informationen aus volkseigenen Betrieben wie dem Kraftwerk Lübbenau-Vetschau und Trikotagenwerk Lübben. Ein Vortrag im Kulturzentrum Gleis 3 befasst sich am 20. November mit dem Thema. Rüdiger Sielaff von der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) gibt mithilfe überlieferter Dokumente aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv einen Einblick in die Überwachung, Repression und deren Konsequenzen für die Bürger im Kreisgebiet Lübbenau. Zwischen 14 und 17 Uhr erfolgt die Bürgerberatung zum Thema Akteneinsicht (hierfür sollten Interessierte einen Personalausweis mitbringen), von 17 bis 19 Uhr dann der Vortrag. Der Eintritt ist frei, teilt Andrea Woitschack, Sachbearbeiterin Öffentlichkeitsarbeit, mit.

Beschäftigte der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) beraten außerdem zur Rehabilitierung. Interessierte können in Musterakten lesen. Kostenfreie Publikationen zu verschiedenen Themen werden angeboten.