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Baumbehandlung
Verletzte Eiche wird verarztet

Deutlich sichtbar zeiht sich ein tiefer Riss durch den oberen Stammbereich der Eiche in Groß Lübbenau.
Deutlich sichtbar zeiht sich ein tiefer Riss durch den oberen Stammbereich der Eiche in Groß Lübbenau. FOTO: Daniel Preikschat / LR
Lübbenau. Kronenbehandlung und Baumschnitt sind im Frühjahr vorgesehen. Anwohner in Groß Lübbenau befürchtet Schäden durch herabfallende Äste.

Wer in Groß Lübbenau die Kleine Dorfstraße entlang fährt, dem fällt die große Eiche am Straßenrand auf. Der stattliche Baum hat deutlich Schieflage und streckt starke Äste über die Straße. Wie stark angegriffen er ist, sieht man jedoch nur aus einer anderen Perspektive. Vom Grundstück der Festus-Konsum-Ranch aus. Ein Riss, mindestens einen Meter lang, zieht sich durch den oberen Stammbereich. Das Tageslicht scheint durch den Eichenstamm hindurch.

Der Baum, sagt Ranch-Inhaber Bernd Richter, sei vor Jahren einseitig beschnitten worden, um eine Freileitung entfernen zu lassen. Seither habe er sich im Laufe der Jahre deutlich zur Seite geneigt. Vor einigen Wochen nun muss ein Sturm dem Baum diesen Riss verpasst haben. Bernd Richter habe daraufhin gleich die Stadt Lübbenau informiert, erzählt er. Denn: „Beim nächsten Sturm kann der halbe Baum wegbrechen.“

Selbst wenn „nur“ ein Ast abbricht, können die Schäden erheblich sein, so der Groß Lübbenauer. Autos, auf dem Parkplatz vor der Gaststätte abgestellt, könnten getroffen werden. Gefährdet sei auch die Straßenlaterne, die schräg gegenüber vom Baum steht, sowie auch der Zaun des Nachbargrundstücks. Bernd Richter wundert sich ein wenig, warum von Seiten der Stadt trotz seiner Hinweise noch nicht gehandelt worden ist. „Muss denn erst etwas passieren?“, fragt er sich. Immerhin könnte auch ein Mensch verletzt oder gar erschlagen werden.

In der Lübbenauer Stadtverwaltung und auch bei der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises indes sieht man offenbar keine akute Gefahr, die von der Eiche ausgeht. Wie Rathaus-Sprecherin Mandy Kunze informiert, haben Fachleute den Baum in Augenschein genommen. Er soll im Frühjahr nächsten Jahres durch eine Kronenbehandlung und durch Baumschnitt wieder hergestellt werden. Ihn zu fällen, werde derzeit noch nicht als notwendig erachtet. Konkret soll um den Stammbereich mit dem Riss ein Band gespannt werden, erklärt Mandy Kunze.