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| 10:47 Uhr

Tierpfleger schockiert
Raubtier tötet vier Pinguine im Spreeweltenbad

Lübbenau. Die Spreewelten in Lübbenau beklagen den Verlust von vier Humboldt-Pinguinen. Wie Marketing-Leiter Steven Schwerdtner informiert, sind Montag früh vier erwachsene Tiere nach einem Raubtier-Angriff in der Anlage tot aufgefunden worden. Von Daniel Preikschat

Darunter auch WM-Orakel Flocke.

Drei Pinguine wiesen Bissspuren auf, die nach Einschätzung von Jäger und Tierarzt von einem Fuchs oder von einem Raubtier vergleichbarer Größe stammen. Die Spreewelten, heißt es weiter, haben externe Unterstützung hinzugezogen und erste Sicherungsmaßnahmen ergriffen. So wurde ein weiterer Elektrozaun errichtet und das Wachdienstpersonal aufgestockt. Weiterhin dürfen die Pinguine ihr abgeschlossenes Quartier nachts vorerst nicht verlassen. Außerdem wurde eine Lebendfalle für das Raubtier aufgestellt. Die Spreewelten bemühten sich um eine Sondergenehmigung für einen Abschuss, so Schwedtner weiter. Es werde alles unternommen, damit ein solch herber Verlust nicht wieder vorkommt. Besonders betroffen seien die beiden Tierpflegerinnen, die einen der getöteten Pinguine per Hand aufgezogen haben.

Die Spreewelten bieten Besuchern seit zehn Jahren Schwimmen mit Pinguinen an. In dieser Zeit sei es zu derartigen Vorfällen noch nie gekommen Derzeit wird das Erlebnisbad ausgebaut, danach die Pinguinanlage mehr als doppelt so groß sein wie bisher. Man werde nun verstärkt Wert auf die Sicherungsmaßnahmen für die Pinguine legen, kündigt Schwerdtner an. Laut seinen Angaben werden in den Spreewelten nun noch 18 Pinguine artgerecht gehalten. Laut Zoo-Richtlinie dürften nach der Vergrößerung der Außenanlagen dort künftig sogar bis zu 150 dieser Tiere leben.