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Viele Unterschriften für mehr Platz im RE 2

Lübben. Auf das Platzproblem im Regionalexpress RE 2 zwischen Cottbus und Berlin machen die CDU-Stadtverbände aus Lübben und Königs Wusterhausen mit einer Unterschriftensammlung aufmerksam. Bei der Aktion am gestrigen Freitag sind in Lübben rund 230 Stimmen und in KW am Morgen rund 100 Stimmen zusammengekommen. I. Hoberg

Auf dem Lübbener Marktplatz ist an diesem Tag ein zusätzlicher Stand zu finden: Jens Richter, Thomas Bartel, Marco Sell und Hans-Jörg Kunze halten Unterschriftenlisten bereit. "Für mehr Platz im RE 2. Pünktlichkeit bringt nichts, wenn man draußen steht!" lautet die Überschrift.

"Ich komme mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht nur Arbeit und muss mit dem Auto fahren", sagt Marianne Schulz aus Schönwalde. "Doch man sollte nicht nur an sich selbst denken", sagt sie und trägt sich in der Liste ein. Auch die beiden Lübbener Karl Jabczynski und Kurt Bennat sind als Rentner keine Bahnfahrer mehr und unterstützen dennoch die Ziele der Aktion. Wie die Bahn mit ihren Fahrgästen umgeht, sei nicht in Ordnung.

Jens Richter und Thomas Bartel sind selbst als Pendler auf der Strecke Lübben - Berlin unterwegs und kennen die Reisebedingungen aus eigenem Erleben. "Montagfrüh und Freitagnachmittag ist es besonders eng im Zug, da wollen Pendler und Fernreisende mitfahren", sagt Thomas Bartel. "Die ODEG bekommt den Frust ab, aber das Unternehmen hat die Vorgaben vom VBB, dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg", stellt er fest. Der Lübbener Stadtverband nimmt auch das Gefühl vieler Pendler ernst, die glauben, dass es bei sporadischen Umfragen nur um das Abfragen des Zielortes und die Aufteilung des Geldes geht, aber nicht um Qualität. Vorstellbar sein, dass der Bahnbetreiber oder der VBB einmal im Jahr vor Ort für die Kunden ansprechbar ist, um über Verbesserungen zu diskutieren.

"Wir sind zufrieden mit der Resonanz", stellt Jens Richter am späten Nachmittag fest. Nicht nur auf dem Marktplatz am Vormittag sind Unterschriften gesammelt worden, am Nachmittag war der Stand am Lübbener Bahnhof zu finden. Noch bis 8. März können Stimmen abgegeben werden. "Wir sind Kommunalpolitiker und setzen uns für Probleme der Menschen hier ein", betont Jens Richter. "Einer muss auf die Probleme hinweisen", ergänzt Marco Sell.