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| 17:52 Uhr

Personalwechsel in Lübbenauer SVV
Viel Bewegung im Stadtparlament

 Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos, ganz links) und die neuen Stadtverordneten, v.l.n.r.: Kathrin Schreier, Martin Richter, Christina Balke (jeweils CDU) , Carola Krahl (vorn, SPD), Matthias Nevoigt (Linke), Roswitha Schier (CDU), Sebastian Liedke (Linke), Uwe Pielenz, Rudolf Heine (jeweils SPD), Reinhard Mich (AWG), Michael Hensel (SPD), Antje Pohler (Linke), Jens Teichert (AWG), Thomas Fron (Linke), Marcel Wepprich (AfD), Holger Bartsch (SPD), Christian Filko (AWG), Siegmar Feldheim (SPD), Joachim Liedtke (Grüne/B 90), Frank Hentschel, Marian von Stürmer, Ronny Liersch und Jana Ebert (jeweils AfD). Auf dem Foto fehlen Axel Kopsch (SPD), Marcel Dreger (AfD), Susanne Barz (CDU), Helmut Richter (AWG) und Michael Köhler (FDP).
Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos, ganz links) und die neuen Stadtverordneten, v.l.n.r.: Kathrin Schreier, Martin Richter, Christina Balke (jeweils CDU) , Carola Krahl (vorn, SPD), Matthias Nevoigt (Linke), Roswitha Schier (CDU), Sebastian Liedke (Linke), Uwe Pielenz, Rudolf Heine (jeweils SPD), Reinhard Mich (AWG), Michael Hensel (SPD), Antje Pohler (Linke), Jens Teichert (AWG), Thomas Fron (Linke), Marcel Wepprich (AfD), Holger Bartsch (SPD), Christian Filko (AWG), Siegmar Feldheim (SPD), Joachim Liedtke (Grüne/B 90), Frank Hentschel, Marian von Stürmer, Ronny Liersch und Jana Ebert (jeweils AfD). Auf dem Foto fehlen Axel Kopsch (SPD), Marcel Dreger (AfD), Susanne Barz (CDU), Helmut Richter (AWG) und Michael Köhler (FDP). FOTO: Stadt Lübbenau / Mandy Kunze
In mehreren Fachausschüssen wechselt in Lübbenau der Vorsitzende. Der AfD-Stellvertreter für den Stadtverordnetenvorsteher bekam erst im zweiten Wahlgang die nötigen Stimmen. Von Daniel Preikschat

Schon die neue Tischordnung im Großen Sitzungssaal des Rathauses signalisierte Besuchern, dass sich etwas geändert hat in der Lübbenauer Stadtverordnetenversammlung (SVV). Statt wie in den vergangenen Jahren in U-Form waren die Tische in Reihe angeordnet. Wie sich im weiteren Verlauf der konstituierenden Sitzung zeigte, tut sich aber auch personell einiges in der SVV. Kein Wunder, besetzt doch die AfD nach ihrem Erfolg bei der Kommunalwahl am 26. Mai gleich sechs der 28 Sitze.

Entsprechend geben CDU, AWG und SPD jeweils zwei ihrer Sitze bisher in den vier Fachausschüssen für Wirtschaft, Bau, Bildung und Soziales an die Newcomer von der AfD ab. Die Linken verlieren in den genannten Gremien zwar keinen Sitz, müssen aber den Vorsitz im wichtigen Bildungsausschuss an die AfD abgeben. Vorsitzender dort ist nun der Fraktionsvorsitzende Marian von Stürmer. Die CDU verliert zwar den Vorsitz im Wirtschaftsausschuss (Christina Balke) an die AWG (Christian Filko), stellt dafür aber die Vorsitzende (Susanne Barz) im Sozialausschuss. Ihn leitet bisher Carola Krahl (SPD). Die SPD-Fraktion, der sich erneut der Grüne Joachim Liedke angeschlossen hat, behält immerhin den Vorsitz im Bauausschuss (weiterhin Siegmar Feldheim) und stellt mit Uwe Pielenz auch in der neuen Wahlperiode den Stadtverordnetenvorsteher.

Gern hätte die Fraktion SPD/Grüne noch weitere Abgeordnete in die Ausschüsse gebracht. Den Antrag jedoch, die Zahl der Mitglieder im Bildungsausschuss und im Sozialausschuss von fünf auf sieben aufzustocken, lehnten die anderen Fraktionen ab.

 Der „alte neue“ Stadtverordnetenvorsteher Uwe Pielenz (Mitte, SPD) mit seinen Stellvertretern Antje Pohler (Linke) und Marcel Wepprich (AfD).
Der „alte neue“ Stadtverordnetenvorsteher Uwe Pielenz (Mitte, SPD) mit seinen Stellvertretern Antje Pohler (Linke) und Marcel Wepprich (AfD). FOTO: Stadt Lübbenau / Mandy Kunze

Unterschiedlicher Meinung waren die Stadtverordneten dann auch bei der Wahl der beiden Stellvertreter des „alten und neuen“ SVV-Vorsitzenden Uwe Pielenz (SPD). Während Pielenz selbst bei der von Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) beantragten geheimen Wahl von allen anwesenden Abgeordneten gewählt wurde, sah das bei seinen Stellvertretern anders aus.

Die erste Stellvertreterin Antje Pohler (Linke) bekam noch 21 Ja-Stimmen. Nur drei Abgeordnete stimmten mit Nein. Marcel Wepprich hingegen von der AfD bekam nicht die erforderlichen 15 Ja-Stimmen, sondern nur zwölf. Im zweiten Wahlgang schwenkten dann einige Stadtverordnete um, und Wepprich bekam exakt die 15 benötigten Stimmen.

Sowohl Bürgermeister Helmut Wenzel als auch Stadtverordnetenvorsteher Uwe Pielenz schworen die Abgeordneten auf gute Zusammenarbeit ein. Sachlich, konstruktiv und objektiv solle agiert werden. Schließlich, so Wenzel, der als Bürgermeister weiterhin den Hauptausschuss leitet, sind weitere Herausforderungen zu meistern. Wenzel nannte den demografischen Wandel und die finanzielle Ausstattung einer Kommune wie Lübbenau, die nicht üppig ausfallen dürfte in der Zukunft.

Uwe Pielenz machte gleich einen guten Anfang – und lud ins benachbarte „Cafe Zeitlos“ ein zu einem Getränk auf seine Rechnung.