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| 01:36 Uhr

Viele Lübbenauer helfen bei der Rettung der Spreewaldbahn

Mitarbeiter der Firma Tief- und Wasserbau Boblitz bei der Demontage des Bahnhallen-Daches am Lübbenauer Schloss-Areal. Foto: elu
Mitarbeiter der Firma Tief- und Wasserbau Boblitz bei der Demontage des Bahnhallen-Daches am Lübbenauer Schloss-Areal. Foto: elu FOTO: elu
Lübbenau. 35 Jahre lang hatte die Spreewaldbahn in einer Halle am Schlosspark Lübbenau ihr Zuhause. Nun ist sie abmontiert worden. elu

Denn die Bahn soll künftig in einem Anbau an das Spreewald-Museum eine neue Heimstatt finden, um dann wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu sein. Am Erhalt des Spreewälder Wahrzeichens haben viele Bahnbegeisterte und Menschen aus der Stadt einen Anteil, auch wenn die Spreewaldbahn nie durch Lübbenau gefahren ist.

Halle aus Eilenburg

So waren die gusseisernen Säulen und die Dachkonstruktion der Bahnhalle, die derzeit abgebaut werden, bei der Sanierung des Hauptbahnhofes Eilenburg geborgen worden. Die Teile waren dem Spreewald-Museum seitens der früheren Reichsbahndirektion Halle überlassen und sogar kostenlos nach Lübbenau transportiert worden. Die Halle konnte somit relativ kostengünstig aufgebaut werden, weil zudem das Kraftwerk Lübbenau und das BKW Jugend ihre Technik und 150 000 DDR-Mark zur Verfügung stellten.

Nachdem die Spreewaldbahn am 3. Januar 1970 mit Zugführer Werner Jarik ihre letzte Fahrt von Cottbus nach Straupitz absolviert hatte, ist es den Mitarbeitern des Lübbenauer Museums zu verdanken, dass das Spreewälder Wahrzeichen erhalten werden konnte. Denn sie nahmen die Lok Nr. 995703 und einen kombinierten Pack- und Personenwagen, erbaut im Jahr 1897, in ihre Obhut. Großen Anteil an dem Umzug hatte der damalige stellvertretende Museumschef Wilfried Lehmann. Unter seiner Regie und der Mithilfe der Feierabendbrigade des Spreewald-Museums unter der Leitung von Herbert Neddermeyer wurden die historischen Maschinen für die Nachwelt erhalten. Einen großen Anteil am Erhalt hatte zudem die Restaurierungsbrigade der Deutschen Reichsbahn (Bahnhof Lübbenau) unter der Leitung von Willi Richter. Sie pflegten Lok und Waggon und erledigten immer wieder anfallende Reparaturen.

72 Jahre unterwegs

Die Spreewaldbahn war erstmals im Jahr 1897 auf Fahrt gegangen. Zur Eröffnung war die Schmalspurbahn auf der Strecke Straupitz – Lieberose unterwegs. Später kamen weitere Stationen hinzu: Goyatz, Lübben, Alt Zauche, Neu Zauche, Burg, Werben und Cottbus. 72 Jahre lang war die Bahn unterwegs. elu