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| 02:32 Uhr

Viele Ferienhaus-Ideen liegen vor

Diese Pfahlhäuser kann sich das Büro Klettarchitekten aus Dresden an der Laasower Badestelle im Gräbendorfer See vorstellen. Die Dresdener gehören zu sechs Interessenten, die ganz unterschiedliche Ferienhäuser auf dem Land oder im Wasser bauen wollen.
Diese Pfahlhäuser kann sich das Büro Klettarchitekten aus Dresden an der Laasower Badestelle im Gräbendorfer See vorstellen. Die Dresdener gehören zu sechs Interessenten, die ganz unterschiedliche Ferienhäuser auf dem Land oder im Wasser bauen wollen. FOTO: Klettarchitekten
Vetschau. Für das künftige Ferienhausparadies am Gräbendorfer See beginnt die Stadt Vetschau in diesem Jahr mit der Erschließung. Sechs Investoren interessieren sich inzwischen für Grundstücke am Laasower Ufer, um auf dem Land oder auf dem Wasser zu bauen. Hannelore Kuschy

Nur einige Skater und Radfahrer umrunden hin und wieder den Gräbendorfer See. Noch ist es still am Laasower Ufer. Doch schon im Sommer soll Fachbereichsleiter Sven Blümel zufolge damit begonnen werden, den ersten Abschnitt zu erschließen. Heißt: Die Straße zwischen Laasow und der Laasower Badestelle wird erweitert, so dass sich Fahrzeuge im Gegenverkehr begegnen können. Eine Stichstraße kommt neu hinzu, um das Baufeld zu erschließen. Dort entstehen auch ein Parkplatz und ein öffentliches WC-Gebäude. Strom, Wasser und eine dezen trale Abwasseranlage sind zudem geplant. Gerechnet wird mit Kosten von rund 600 000 Euro, die zur Hälfte gefördert werden.

Das ist die im Jahr 2013 beschlossene abgespeckte Variante, mit der sich die Stadt Vetschau nun auf Wesentliches beschränkt. Denn ursprünglich waren 3,5 Millionen Euro für die Erschließung im Gespräch und ein Investor, der die gesamte Fläche kauft. Die Stadt aber hätte für die Erschließung in Vorleistung gehen müssen. Außer der Tauchschule aber kam nichts.

Heute hat die Stadt, der die gesamte Fläche des Bebauungsplans von rund 17 Hektar gehört, die Wahl. Sechs Investoren melden Interesse an Grundstückskäufen an. Einige von ihnen haben ihre Ideen für Ferienhäuser bereits in der Öffentlichkeit vorgestellt. Unter ihnen befindet sich die Berliner Firma Sommerhaus piu mit hochwertigen Holzhäusern. Angedacht sind Bungalows mit Seeblick, großer Terrasse und gehobenem Einfamilienhausstandard.

Massive Steinhäuser hatte das Unternehmen Veemstede vorgestellt. Es will sein Konzept jedoch noch einmal überarbeiten. "Wichtig ist, dass alle Häuser in unsere Region passen", sagt Sven Blümel.

Floatinghouses mit Erfahrungen beim Bau von schwimmenden Häusern kann sich vorstellen, im Bereich der alten Tauchschule ein weiteres schwimmendes Haus oder, wie im Goitzsche Resort in Bitterfeld, einen langen Steg mit anliegenden Häusern zu errichten. Auch an der Ostsee sind schwimmende Häuser und Hausboote des Unternehmens zu finden. Das Dresdener Büro Klettarchitekten geht mit drei Ferienhäusern an der Laasower Badestelle ins Rennen, die praktisch auf Pfählen stehen. "Jedes hat eine Wohnfläche von 75 Quadratmetern, zwei Schlafzimmer, einen Wohn- und einen Sanitärbereich und ist barrierefrei geplant. Alle Räume gruppieren sich um die große überdachte Terrasse und gewähren den Blick auf den See", erklärt Anja Klett. Dem Vetschauer Tourismusausschuss soll die Idee am 11. April vorgestellt werden. Auch Floatinghouses will die Vetschauer an diesem Tag von seinen Vorstellungen überzeugen.

Alle künftigen Ferienhäuser am Gräbendorfer See werden zu mieten, nicht zu kaufen sein. Der Strand werde an jeder Stelle öffentlich zugänglich bleiben, versichert Sven Blümel. Voraussichtlich im Mai wird die Stadtverwaltung ihre Investoren-Empfehlungen den Abgeordneten vorlegen.