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| 17:53 Uhr

Lokale Wirtschaft
Vetschau soll Wirtschaftsförderer bekommen

 220 Mitarbeiter arbeiten bei Porcelaingrès im Industrie- und Technologiezentrums Spreewald (ITS). Weitere Firmenansiedlungen wären in Vetschau überaus willkommen.
220 Mitarbeiter arbeiten bei Porcelaingrès im Industrie- und Technologiezentrums Spreewald (ITS). Weitere Firmenansiedlungen wären in Vetschau überaus willkommen. FOTO: Neumann
Vetschau. Die Stadtverordneten wollen die Stelle schaffen, vorher aber noch ein Konzept erarbeiten. Von Daniel Preikschat

Eine rege Diskussion haben die Vetschauer Grünen am Montag im Wirtschaftsausschuss mit ihrem Antrag ausgelöst. Die Wirtschaftsförderung der Stadt müsse „belebt“ werden, dazu ein Wirtschaftsförderer eingestellt werden. Schon in einer Zukunftswerkstatt zur Wirtschaftsförderung sei die Notwendigkeit einer solchen personellen Aufstockung im Abschlussbericht formuliert worden.

Kein Abgeordneter und auch kein sachkundiger Einwohner hatte etwas einzuwenden gegen einen Wirtschaftsförderer für Vetschau. Die zuvor in der Sitzung geführte Haushaltsdiskussion zeige doch, so der sachkundige Einwohner Martin Minde, dass die Stadt etwas tun müsse. Es fehle an Einnahmen, an wirtschaftlicher Stärke. Der Wirtschaftsförderer, so die Vorstellung von Bernd Pumpa, ebenfalls sachkundiger Einwohner, müsse „ticken wie Franz Josef Strauß“, sprich, ein begnadeter Netzwerker sein. Er oder sie könnte, sagte Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos), bei der Regionalen Entwicklungsgesellschaft in Vetschau angesiedelt werden, dort womöglich die Geschäftsführerposition übernehmen, so dass sich die jetzige Geschäftsführerin Franziska Riemann ganz auf den Tourismus konzentrieren könnte.

Mehrere Ausschussmitglieder wiesen aber auch darauf hin, dass die Stadt dem Wirtschaftsförderer das Ziel vorgeben muss. Nur zu sagen, „mach mal“ reiche nicht, sagte etwa Daniel Graf. Der sachkundige Einwohner empfahl, ein Konzept zu erarbeiten, bevor die Stelle ausgeschrieben wird. Auschussvorsitzender Hagen Banusch (CDU) und Josephine Götze (Linke) stimmten zu, auch die sachkundige Einwohnerin Babette Rostock: „Die Stadt muss wissen, wo sie hin will.“

in der nächsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses, so einigte man sich, soll das Thema erneut behandelt werden. Über den Antrag stimmten die Abgeordneten auf Drängen von Stefan Schön (Grüne) dennoch am Montag schon mal ab. Er wurde mit zwei zu einer Stimme angenommen, drei Abgeordnete enthielten sich. Es handle sich, so Bürgermeister Kanzler, nur um eine Empfehlung, entschieden werde in der Stadtverordnetenversammlung.