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| 14:37 Uhr

Kampf gegen das Unkraut
Vetschauer reißen wieder Ambrosia aus

Für Vetschauer Bürger – wie hier im vergangenen Jahr – schon bald Routine: die Ambrosia-Ausreißaktion.
Für Vetschauer Bürger – wie hier im vergangenen Jahr – schon bald Routine: die Ambrosia-Ausreißaktion. FOTO: Kuschy
Vetschau. Zum wiederholten Male treffen sich Bürger am Freitag an der Reptener Chaussee zur Bekämpfung der Pflanzenbestände. Von rdh

Am Freitag, dem 22. Juni 2018, treffen sich Vetschauer Bürger wieder zu einer Ambrosia-Ausreißaktion vor der Gartensparte „Finkenherd“ an der Reptener Chaussee. Los geht es um 9 Uhr, teilt Stadtsprecher Steffen Römelt mit. „Jeder Helfer ist herzlich willkommen“, so Römelt. „Seitens der Stadtverwaltung wird wieder der Bauhof unterstützend zur Seite stehen sowie ein Informationsstand angeboten, bei dem man sich umfangreich zur Erkennung und zum Umgang der Pflanze beraten lassen kann.“

Die hochallergene Ambrosia breitet sich in und um Vetschau immer stärker aus. „Die beste Art der Bekämpfung ist das Ausreißen der Pflanzen, bevor diese blühen“, so Römelt. Das Gefährliche seien die Pollen, die starke allergene Reaktionen bis zu Asthma auslösen können.

Da die Ambrosia Ende Juni noch nicht blüht, sind keine besonderen Schutzmaßnahmen für das Ausreißen der Pflanzen erforderlich. Ein direkter Kontakt sollte trotzdem vermieden werden, da Hautreizungen durchaus möglich sind, teilt die Stadt mit. Deshalb sind lange Kleidung und Handschuhe erforderlich.

Vetschau ist neben Drebkau eine von der Ambrosia Pflanze besonders betroffene Region. Die Stadt engagiert sich sehr, die Bestände zu minimieren. So werden seit dem Jahr 2010 Bürger beschäftigt, die die befallenen Flächen kartieren. Gemeinschaftlich bemüht sich die Stadt mit Freiwilligen, identifizierte Flächen von den Pflanzen zu befreien. Zum Brandenburger Aktionsprogramm gegen Ambrosia gehört neben dem Monitoring der Pflanze auch die Pollenmessung im Hauptverbreitungsgebiet. So wurden auf Initiative des Brandenburger Gesundheitsministeriums drei Pollenfallen im Hauptverbreitungsgebiet von Ambrosia installiert: in Drebkau, Cottbus und in Vetschau.

Seit kurzem gibt es auch die kostenfreie Smartphone-App „Ambrosia-Scout“, die die Firma Alphablind GmbH entwickelte. Mit ihrer Hilfe kann die Pflanze leichter erkannt werden. Zudem kann sich der Nutzer mit dem Scout Fundorte anzeigen lassen und eigene Funde melden, die im Berlin/Brandenburger Ambrosia-Atlas registriert werden.