ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:47 Uhr

Auszeichnung
Preis für barrierefreie Platte in Vetschau

 Der fünfgeschossige DDR-Typenbau Q6 in der Straße des Friedens in Vetschau wurde mit Aufzügen nachgerüstet und barrierefrei umgestaltet.
Der fünfgeschossige DDR-Typenbau Q6 in der Straße des Friedens in Vetschau wurde mit Aufzügen nachgerüstet und barrierefrei umgestaltet. FOTO: Hofmann Rüdiger
Vetschau. Eine Wohnungsgenossenschaft hat in Vetschau einen DDR-Plattenbau mit Aufzügen nachgerüstet. Dafür gab es jetzt eine Auszeichnung. Denn damit wurde generationengerechter Wohnraum zu günstigen Mietpreisen geschaffen. Von Rüdiger Hofmann

Die Vetschauer Wohnungsgenossenschaft e.G. (VWG) hat in der Straße des Friedens einen DDR-Typenbau Q6 mit Aufzügen nachgerüstet und generationengerechten Wohnraum geschaffen. Dafür ist sie am Montag mit dem „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“-Qualitätssiegel ausgezeichnet worden.

Übergeben wurde die Auszeichnung in Vetschau vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) sowie vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.

Zwei der fünf Eingänge wurden mit Aufzügen nachgerüstet, wobei das komplette Treppenhaus geöffnet werden musste. Die beiden Aufzüge wurden als Fertigteile angeliefert und eingebaut.

Die Grundrisse der Wohnungen in den oberen Etagen wurden neu gestaltet. Durch Durchbrüche nach oben und Zusammenlegungen hat sich die Gesamtzahl der Wohnungen von 50 auf 46 verringert. Entstanden sind außerdem drei Maisonettwohnungen.

Günstiger Wohnraum in bester Vetschauer Innenstadtlage

Hervorgehoben wurde vor allem die barrierefreie Erschließung des dritten Obergeschosses durch einen innenliegenden Laubengang, der das nachbarschaftliche Miteinander fördern soll. „Die Genossenschaft erreicht auch eine Begrenzung der Betriebskosten für die Bewohner. Somit wird günstiger Wohnraum in bester Innenstadtlage geschaffen. Deshalb hat das Projekt Vorbildcharakter“, sagt BBU-Vorstand Maren Kern. Die Mieten würden sich zwischen 7,50 und 5,40 Euro pro Quadratmeter auf gutem Niveau bewegen.

Zugleich werde der Leerstand in den oberen Etagen beseitigt, so Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD). Nach einem Jahr Bauzeit hat sich dieser spürbar verringert. Denn sowohl Familien als auch ältere Menschen fänden angemessenen Wohnraum.

„Wir haben als Genossenschaft hauptsächlich Plattenbauten in unserem Bestand. Keines der Gebäude war bis dato mit einem Aufzug ausgestattet“, sagt Karsten Strüver, Vorstandsvorsitzender der VWG Vetschau.

Einbau der Aufzüge in Vetschauer Platte in nur fünf Werktagen

Durch gründliche Vorplanung sei es laut Strüver gelungen, die Öffnung der Treppenhäuser und den Einbau der beiden Aufzüge in nur fünf Werktagen durchzuführen. „Nur in dieser Zeit mussten die Bewohner ausziehen, wobei sie auf Ersatzwohnungen der Genossenschaft zurückgreifen konnten“, sagt Strüver. Die Gesamtkosten für die Umbaumaßnahmen belaufen sich auf etwa 1,1 Millionen Euro, die die Genossenschaft komplett aus Eigenmitteln finanziert hat.

Das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ wird in der Regel sechsmal jährlich vom BBU-Verband vergeben und steht unter Schirmherrschaft der Brandenburger Infrastrukturministerin. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden.

Über die Preisvergabe entscheidet schließlich ein Bewertungsgremium. Für die Wohnungsunternehmen sind Stadterneuerung und Aufwertung zentrale Bestandteile des Stadtumbauprozesses.

 Das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ geht an die VWG um den Vorstandsvorsitzenden Karsten Strüver (2.v.r.).
Das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ geht an die VWG um den Vorstandsvorsitzenden Karsten Strüver (2.v.r.). FOTO: Hofmann Rüdiger
 Der fünfgeschossige DDR-Typenbau Q6 in der Straße des Friedens in Vetschau wurde mit Aufzügen nachgerüstet und barrierefrei umgestaltet.
Der fünfgeschossige DDR-Typenbau Q6 in der Straße des Friedens in Vetschau wurde mit Aufzügen nachgerüstet und barrierefrei umgestaltet. FOTO: Hofmann Rüdiger
 Das Qualitätssiegel „Gewohnt gut - fit für die Zukunft“ geht an die VWG um den Vorstandsvorsitzenden Karsten Strüver (2.v.r.).
Das Qualitätssiegel „Gewohnt gut - fit für die Zukunft“ geht an die VWG um den Vorstandsvorsitzenden Karsten Strüver (2.v.r.). FOTO: Hofmann Rüdiger