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| 18:58 Uhr

Bauvorhaben sorgt für Verkehrseinschränkungen
Vetschauer Kreiselbau beginnt im März

 Hier ist der Ort des Geschehens: Von März 2019 bis Oktober 2020 entstehen an der Kreuzung Calauer Straße/Berliner Straße ein Kreisverkehr, Gehwege, zwei Bushaltestellen und ein Regenentwässerungskanal.    Fotos (3): Rüdiger Hofmann
Hier ist der Ort des Geschehens: Von März 2019 bis Oktober 2020 entstehen an der Kreuzung Calauer Straße/Berliner Straße ein Kreisverkehr, Gehwege, zwei Bushaltestellen und ein Regenentwässerungskanal. Fotos (3): Rüdiger Hofmann FOTO: Hofmann Rüdiger
Nach mehrjähriger Planung können die Vorhabenträger, der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg und die Stadt mit den Maßnahmen starten. Vier Bauphasen stehen von März 2019 bis Oktober 2020 an, es wird einige Einschränkungen geben. Von Rüdiger Hofmann

Die sogenannte „Calauer Kreuzung“ in Vetschau ist einer der wichtigsten Straßenabschnitte in dieser Gegend: Autofahrer passieren diesen Bereich, wenn sie nach Cottbus, Calau, Lübbenau oder in das Vetschauer Stadtzentrum wollen. Hinzu kommt die unmittelbar vor Ort gelegene Autobahn 15 von und nach Berlin. Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg hat nun in einer Versammlung am Dienstagabend mit Vertretern der Stadt und der bauausführenden Firma Strabag AG über den Baubeginn des Kreisverkehrsplatzes in der Ortsdurchfahrt Vetschau am Knotenpunkt L 49/L 54 Ecke Berliner Straße informiert. Los geht es nun – ganz offiziell auch per Spatenstich durch Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) und mit einem Sektglas in der Hand – am 1. März um 9.30 Uhr. Seit Mitte dieser Woche werden nun auch Infozettel an die Anlieger verteilt. „Seit vielen Jahren ist von der Planung des Kreisels die Rede. Ende 2017 wurde es schon einmal konkret, doch der Baubeginn hat sich immer wieder verzögert. Nun bin ich heilfroh, dass es endlich losgeht“, sagt Vetschaus Stadtspitze Bengt Kanzler (parteilos).

Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um ein Gemeinschaftsvorhaben vom Landesbetrieb und der Stadt Vetschau. Die Maßnahme umfasst den Umbau des vorhandenen Straßenknotens zum Kreisverkehrsplatz. Die Ausführung erfolgt in vier Bauphasen und wird voraussichtlich im Oktober 2020 abgeschlossen sein. „Das Land Brandenburg investiert rund 2,6 Millionen Euro, die Stadt Vetschau bringt etwa 705 000 Euro auf, und auch der Bund gibt anteilig 131 000 Euro für 27 Stellplätze auf dem Mitfahrerparkplatz, der entstehen wird“, sagt Anke Schlosser, Sachgebietsleiterin Bauüberwachung vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg. Begleitend entstehen zwei Bushaltestellen, Gehwege und ein Regenentwässerungskanal mit vorgeschalteter Sedimentationsanlage.

In diesem Jahr ist die Durchführung der Bauphasen 1 und 2 geplant. Sie betreffen den Umbau der Knotenpunktarme L49 Süd Richtung Cottbus und den östlichen Teil der Berliner Straße sowie den Neubau der Kreisverkehrsfahrbahn und Kreisverkehrsmittelinsel. Während Phase 1 erfolgen die Bauarbeiten am Knotenpunktarm L49 Süd grundsätzlich in halbseitiger Bauweise. „Der öffentliche Verkehr soll aufrechterhalten werden. Die bauliche Veränderung der Berliner Straße Ost wird allerdings nur unter Vollsperrung der Berliner Straße stadteinwärts realisiert werden können“, teilt Detlef Wunderlich vom beauftragten Ingenieurbüro Kisters aus Cottbus mit. Eine provisorische Zuwegung für den dortigen Netto-Discounter wird von der L49 aus kommend sichergestellt. Im Falle halbseitiger Sperrungen erfolgt die Verkehrsführung nicht per Ampelschaltung, sondern über Verkehrsschilder.

Während der zweiten Phase, die voraussichtlich ab Juli 2019 erfolgen soll, wird der Verkehr „über ein kreisförmiges Verkehrsprovisorium abgewickelt“. Zur Entlastung des Knotenpunktes wird eine Umleitung für den Schwerlastverkehr eingerichtet. Hinsichtlich des öffentlichen Personennahverkehrs ist ab August mit Einschränkungen zu rechnen. „Vom 30. August bis 1. September gibt es eine planmäßige Bauunterbrechung wegen des Vetschauer Stadtfestes“, sagt Wunderlich.

 In einer Versammlung im Vetschauer Bürgerhaus am Dienstagabend informierten alle Akteure noch einmal Bürger und Anwohner über das Vorhaben.
In einer Versammlung im Vetschauer Bürgerhaus am Dienstagabend informierten alle Akteure noch einmal Bürger und Anwohner über das Vorhaben. FOTO: Hofmann Rüdiger

Im Frühjahr 2020 knöpfen sich die beteiligten Akteure dann die L54 – Calauer Straße bis zum Vetschauer Ortsausgang – vor inklusive der Fußgängerbereiche, der zwei Bushaltestellen und einer Regenwasserkanalisation. Höchste Aufmerksamkeit gilt in diesem Bereich auch der Autobahnauf- und -abfahrt Vetschau. Der Verkehr werde dann laut Wunderlich wechselseitig unter der Autobahnbrücke durchgeführt. Bis Oktober 2020 werde in einer vierten Bauphase der Nordbereich der L49 realisiert. Schließlich wird die Straßendecke erneuert, wofür die Autobahnabfahrt Vetschau für etwa eine Woche gesperrt werden muss.

„Wir halten während der Bauphasen alle Prämissen ein: Beide Tankstellen bleiben erreichbar, die Anlieferung für den Netto-Markt wird gewährleistet und eine fußläufige Zuwegung für die Anlieger sichergestellt“, sagt Christian Hänsel, zuständig für die Bauoberleitung. Ob es nach Ende aller Maßnahmen eine Temporeduzierung auf 30 Kilometer pro Stunde in diesem Bereich gibt, bleibt vorerst offen.

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis für die Verkehrsraumeinschränkungen. Transparenz jedenfalls wird sichergestellt: „Wer sich die Bauablaufpläne im Detail anschauen möchte, kann dies jederzeit im Stadtschloss machen, dort sind sie ausgehängt“, so Bengt Kanzler.