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| 18:57 Uhr

Kommunalpolitik
Vetschaus Grüne stellen jüngste und älteste Bewerber

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Logo Wahlen 2019 FOTO: LR / Janetzko, Katrin
Vetschau. Zur Kommunalwahl werden zwei Studenten mit Jahrgang 1996 ins Rennen geschickt. Von Rüdiger Hofmann

Mit der Studentin Vanessa Jordan-Heinrich und dem Studenten Jona Plaß (beide Jahrgang 1996) schicken die Vertreter von Vetschaus Bündnis 90 / Die Grünen von allen Parteien die jüngsten Kandidaten zur bevorstehenden Wahl der Stadtverordnetenversammlung. In Summe sind für die Wahl am 26. Mai neun Kandidaten der Partei gemeldet und zugelassen. Tierarzt Stefan Schön ist neben Winfried Böhmer sicher einer der bekanntesten Vertreter. Doch die Partei stellt zugleich auch die älteste Kandidatin. Christiane Zimmermann, Jahrgang 1942, vom Beruf Bibliothekarin, dicht gefolgt von Böhmer (Jahrgang 1943).

Die Vetschauer CDU um Elektromeister Dietmar Schmidt schickt in Summe zehn Kandidaten zur Wahl. Ziel laut Partei ist es erneut, stärkste Kraft im Stadtparlament zu werden. Ebenso viele Kandidaten hat die Wählergemeinschaft der Ortsteile (WGO) um Ulrich Lagemann (Jahrgang 1961) aufgestellt. Die Sozialdemokraten treten mit fünf Kandidaten an, darunter mit dem Sozialpädagogen Uwe Jeschke (Jahrgang 1964). Die Partei Die Linke hat sieben Bewerber gemeldet. Josephine Götze, Politikwissenschaftlerin, ist dabei die Jüngste (Jahrgang 1989).

Wie in Calau ist auch in Vetschau  die AfD in Vetschau erstmals für die Stadtverordnetenversammlung aufgestellt. Es bewerben sich zwei Kandidaten, darunter Heilpraktikerin Hanka Kurz (Jahrgang 1963). Darüber hinaus wird es Kandidaten der Lausitzer Allianz um Hannes Wilhelm-Kell (Geschäftsführer, Jahrgang 1970) geben sowie einen Einzelwahlvorschlag um Christoph Schneider (Hausmeisterservice, 1956 geboren). Der Wahlausschuss der Stadt Vetschau hat in seiner Sitzung am 25. März über alle eingereichten Wahlvorschläge positiv entschieden.

Die Anzahl der zu wählenden Vertreter für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung beträgt in Vetschau 18. Für die Ortsbeiräte haben sich für insgesamt neun Ortsteile Kandidaten aufstellen lassen. Dabei gehen alleine für den Ortsteil Laasow zwei Vertreter der Partei Die Linke, drei Vertreter der Lausitzer Allianz und drei Einzelwahlvorschläge ins Rennen. „Lediglich für den Ortsteil Koßwig wurden keine gültigen Wahlvorschläge eingereicht“, teilt Stadtsprecher Steffen Römelt mit.

Die Wahl des Bürgermeisters hingegen steht am 26. Mai NICHT an. Die Stadtspitze wurde zuletzt am 24. September 2017 gewählt. Dabei setzte sich Bengt Kanzler (parteilos) in einer Stichwahl am 8. Oktober durch.

Von den bei der vergangenen Kommunalwahl im Jahr 2014 berechtigten 7533 Bürger wählten 3539 Vetschauer, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 47 Prozent. Die Wahlbeteiligung in Vetschau lag damit 2014 knapp über dem von Lübbenau (46 Prozent), und etwas unter der Wahlbeteiligung von Calau (51 Prozent).

CDU und SPD gewannen damals je fünf Sitze im Stadtparlament, die Linke und die WGO jeweils drei, Bündnis 90/Die Grünen zwei Sitze.

Die Verwaltung hofft erneut auf eine rege Wahlbeteiligung. An dem besagten Super-Wahl-Sonntag finden neben der Kommunalwahl zusätzlich auch die Wahlen um das Europaparlament sowie die Kreistagswahl statt.