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| 02:32 Uhr

Vetschauer gegen Mitgliedschaft im Tourismusverein

Vetschau. Es sieht ganz danach aus, als würde Vetschau nicht Mitglied im Tourismusverein Raddusch und Umgebung werden. Hatte sich der Tourismusausschuss der Stadt noch im Oktober vorigen Jahres für eine Mitgliedschaft ausgesprochen, so steht Winfried Böhmer (Bündnis 90/Die Grünen), selbst Mitglied dieses Vereins, jetzt allein mit seiner Auffassung. H. Kuschy

Die da ist: Nicht nur Geld geben, sondern mitbestimmen. Der Tourismusverein sei kein Verein wie jeder andere, hier gehe es darum, als Stadt einen Wirtschaftszweig aktiv zu fördern. "Die Ablehnung ist ein Armutszeugnis für Vetschau. Wenn wir den Tourismus voranbringen wollen, sollten wir auch das Signal als Vereinsmitglied setzen", so seine Auffassung.

Nach Meinung seiner Ausschusskollegen leiste die Stadt ihren Anteil mit der jährlichen finanziellen Unterstützung des Vereins von 500 Euro. Das entspricht der Höhe des Mitgliedsbeitrags für ein Jahr. Mitte April hatten die Stadtverordneten diese Zuwendung auf Antrag der CDU-Fraktion beschlossen. Offen geblieben ist bis heute eine Mitgliedschaft im Tourismusverein, der nach Auffassung der Mehrheit behandelt werden sollte wie jeder andere Verein auch.

Vetschau als Mitglied im Radduscher Verein würde sich abhängig machen, so Ausschussvorsitzender Uwe Jeschke (SPD). "Unterstützung ja. Aber wir haben den Tourismusausschuss. Wozu in noch einem Gremium mitwirken?" - diese Frage wirft Frederico Graf zu Lynar (CDU-Fraktion) auf und findet Zustimmung auch bei Horst Welzk (WGO).

Auch Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) sieht die Stadt nicht als Mitglied im Verein, "denn es geht auch anders". Mit der jährlichen Zuwendung von 500 Euro würde die Stadt das für sie Machbare leisten, so das Stadtoberhaupt.