Mitglieder sind nach Angaben von Verbandschef Michael Vetter derzeit der OSL-Kreis, die Städte Senftenberg und Großrä schen, Altdöbern und Neu-Seeland. Die Gebietskulisse des Seenlandes reicht vom Bärwalder See und dem Gräbendorfer See, vom Bergheider bis zum Grünewalder See. Das Erweiterungsgebiet sieht auch die Einbeziehung der Talsperre Spremberg vor, "entsprechende Anträge der Kommune liegen bereits vor", so Michael Vetter. Nach Norden soll sich das Gebiet in ferner Zukunft bis Cottbus mit seinem Ostsee vergrößern. Bereits heute genieße das Lausitzer Seenland in Brandenburg hohe Förderpriorität im zweistelligen Millionenbereich, so Vetter.

Winfried Böhmer (Bündnis 90/Die Grünen) sieht den Gräbendorfer See in Zukunft durchaus in diesem Verbandsgebiet. Gunther Schmidt (CDU) weist darauf hin, dass Vetschau Mitglied des Tourismusverbandes ist und die Marke Spreewald hier stark verkauft werde. "Wie der Spreewald wird auch das Lausitzer Seenland einmal einen Klang haben", ist sich Peter Juhran (parteilos/Fraktion Die Linke) sicher. Vetschau solle die Gelegenheit nutzen, als Brücke zwischen dem Spreewald und dem künftigen Reisegebiet im Süden Mitglied im Zweckverband zu werden, so seine Meinung.

Für das Jahr 2020 werden im Lausitzer Seenland, zu dem 23 Seen mit einer Fläche von 14 Hektar gehören, 1,5 Millionen Übernachtungen prognostiziert. Geschätzt würden aktuell 500 Übernachtungen. Derzeit würden alle Kapazitäten im Seenland erfasst, sagt Michael Vetter und vergleicht "seine" mit aktuellen Zahlen aus dem Spreewald. Dort liege die Zahl der Übernachtungen bei 1,2 Millionen pro Jahr. Anders als im gesamten Land Brandenburg würden Bettenkapazitäten im Seenland noch gefördert.

Eine Mitarbeit Vetschaus sei angebracht, sagt der Verbandschef. Dann allerdings sollte sich nach seiner Meinung auch Drebkau mit Casel am Gräbendorfer See ebenfalls engagieren. Die Gemeinde Altdöbern werbe bereits mit ihrer Mitgliedschaft, so Vetter. Hannelore Kuschy