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Stadtfest
Vetschau will's selber machen

2015 wurde das Vetschauer Stadtfest auf dem Marktplatz, im vorigen Jahr auf dem Hellmannplatz gefeiert. Im Stadtzentrum soll es künftig immer ausgetragen werden.
2015 wurde das Vetschauer Stadtfest auf dem Marktplatz, im vorigen Jahr auf dem Hellmannplatz gefeiert. Im Stadtzentrum soll es künftig immer ausgetragen werden. FOTO: St. Römelt
Vetschau. Mit den Vetschauer Stadtfesten ist es so ein Ding: Auf dem historischen Hellmannplatz am Stadtrand saufen sie regelmäßig ab. Wird auf dem Marktplatz gefeiert, stehen Anwohner auf der Matte, denen der Lärm gehörig auf die Ohren geht. Hannelore Kuschy

Im August fehlen Besucher, weil gerade Ferien sind. Es könnte auch regnen…

Jetzt soll Schluss sein mit dem Hin und Her. Die Stadtverwaltung kommt mit Vorschlägen um die Ecke, wann, wo und wie künftig gefeiert werden soll. Und wer die nächsten Feste vorbereiten könnte.

Tatsächlich erwies sich das Fest am ersten Augustwochenende als ungünstig wegen Ferien und Einschulungen. Das erste Septemberwochenende dagegen bleibt bis einschließlich 2023 frei von Einschulungen, und auch Nachbarkommunen feiern zu dieser Zeit nicht. Mit Bühne und Technik gibt es witterungstechnisch keine Probleme auf dem Marktplatz. Also soll künftig dort und auf den anliegenden Straßen gestadtfestet werden. Schließlich war die gute Stube der Stadt vor mehr als zehn Jahren ausgebaut worden auch mit dem Gedanken, diesen Platz zu beleben und auch Feste zu feiern. Ab 2008 war das auch der Fall. Jedoch war einigen Anwohnern nicht zum Feiern zumute, weil ihnen die Belastungen wie Lärm und verstellte Einfahrten in diesen Tagen zu groß waren. Trotzdem die Erinnerung an frühere Feste auf dem weichen Hellmannplatz noch in Erinnerung gewesen sein dürften, feierten die Vetschauer im zurückliegenden Jahr erneut dort. Wieder hatte es Regen der Technik schwer gemacht. Nun also doch wieder Marktplatz.

Wer soll künftige Feste aber veranstalten? Die Cottbuser Agentur Coex würde es wieder machen - Möglichkeit eins. Die zweite Variante wäre: Die Stadt macht es selber und nimmt sich den Vetschauer Knut Petrick als Kooperationspartner zur Seite. Danach sieht es im Moment auch aus. Auch wenn die personelle und finanzielle Belastung höher ist als würde Coex das Fest veranstalten, können sich Abgeordnete wie Gunther Schmidt (CDU) und Uwe Jeschke (SPD) ein Arrangement von Stadt und Partner vorstellen. Dass die Stadt durchaus kompetent sei, habe das Landeserntefest in Raddusch gezeigt, so Schmidt. Was das Stadtfest angehe, solle man zur Refinanzierung des Festes seiner Ansicht nach auch über angemessene Standgebühren nachdenken. Christoph Schneider (CDU-Fraktion) stimmt seinem Abgeordneten-Kollegen Uwe Jeschke zu, der es gut heiße, würde die Stadt wieder die Festvorbereitung in eigene Hände nehmen und mehr Vereine als bisher einbeziehen. 15 000 Euro plant die Stadt für das 26. Fest im kommenden Jahr ein. Hinzu kämen rund 10 000 Euro für Arbeiten des Bauhofs. Knut Petrick sagt sein Engagement zum Beispiel für Sicherheit, Ton und Werbung zu.