Der Hebesatz für die Grundsteuer B, also für bebaubare Grundstücke, soll von derzeit 350 Prozent auf 394 Prozent steigen, erklärt Vetschaus Kämmerin Marina Vogt. Betroffen wären somit alle Vetschauer - entweder als Eigentümer einer Liegenschaft oder durch die Weitergabe der Grundsteuer vom Vermieter auf den Mieter. Der Hebesatz für die Grundsteuer A auf landwirtschaftliche Flächen und Wald soll sich von bisher 230 auf 285 Prozent erhöhen. Die Kommune habe sich bei diesem Vorschlag an die durchschnittlichen Hebesätze des Land Brandenburgs orientiert. Diese liegen bei 280 Prozent (Grundsteuer A) und 385 Prozent (B). Vor dem Hintergrund "dringend notwendiger nachhaltiger Konsolidierungsmaßnahmen" sei diese zusätzliche, aber moderate Belastung aller Bürger aber gerechtfertigt.

Zwei auf den Haushalt positive Effekte hätte eine Anhebung. Erstens würden dadurch etwa 95 000 Euro pro Jahr mehr in die Stadtkasse fließen. Außerdem gebe es dann auch mehr Schlüsselzuweisungen vom Land, erklärt Vogt. Beim Wirtschaftsausschuss am Montagabend votierten die Abgeordneten für den Vorschlag. Weiterdiskutiert wird er beim Hauptausschuss (17. September). Bei der Stadtverordnetenversammlung am 8. Oktober soll die Vorlage beschlossen werden.

Durch den Verkauf der Vattenfall-Tochter Europe Power-Consult VPC an den Münchner Finanzinvestor Palero im vergangenen Jahr hatte die Stadt einen der größten Steuerzahler verloren. Geschätzte zwei Millionen Euro überwies das Unternehmen zuletzt.