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| 17:04 Uhr

Vetschau
Vetschau weist Fläche für Windmühlen aus

Winkraftanlage zwischen Lobendorf und Tornitz.
Winkraftanlage zwischen Lobendorf und Tornitz. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Vetschau. Anlagen drehen sich künftig nur noch zwischen Tornitz und Lobendorf. Von Daniel Preikschat

Das Waldgebiet zwischen den Ortsteilen Lobendorf und Tornitz soll künftig in Vetschau Windkraftanlagenland sein. In einem Teilflächennutzungsplan Windenergie, der am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden könnte, ist eine rund 140 Hektar große Fläche beschrieben. Nur auf ihr dürfen künftig Windkraftanlagen gebaut und betrieben werden, wie ein von der Stadt beauftragter Fachplaner kürzlich im Wirtschaftsausschuss ausführte.

Laut der Energiestrategie des Landes Brandenburg sollen zwei Prozent der Landesflächen für den Windparkausbau zur Verfügung stehen. Die nun für Vetschau ermittelten Hektar machen 1,27 Prozent des Stadtgebiets aus, so der Planer weiter. Berücksichtigt worden sind unter anderem Artenvorkommen, Bodendenkmäler und Bergbaugebiete sowie Kriterien des Naturschutzes und Abstände zu Siedlungsgebieten.

Wird der Plan so beschlossen, sei er auch rechtssicher, hieß es im Ausschuss weiter. Die Rotorblätter bestehender Anlagen andernorts in Vetschau dürften sich nur noch so lange drehen, wie es für sie eine Betriebserlaubnis gibt. Bauamtsleiter Sven Blümel sah das positv. So sei immerhin klar, wo überall in Vetschau künftig keine dieser Anlagen stehen werden. Auch die Stadtverordneten sahen das in dem Fachausschuss offenbar so und empfahlen der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag einstimmig, den Teilflächennutzungsplan zu beschließen.

In dem umrissenen Gebiet stehen nach Angaben des Betreibers Eric Arts derzeit neun Windkraftanlagen, die ursprünglich alle ihm gehört haben. Sechs Anlagen habe er mittlerweile verkauft, eine Anlage sei derzeit im Bau. Der Lobendorfer Forst soll als Immissionsschutz-Wald aber auch den Geruch der Bolart Schweineproduktionsanlagen in Tornitz abpuffern. Aus Sicht einiger Lobendorfer vertrage sich diese beabsichtigte Wirkung nicht damit, Windkraftanlagen in den Wald zu setzen und dafür große Schneisen zu schlagen. Diese Kritik wurde Mittwoch bei einem Vor-Ort-Besuch des Grünen-Landtagsabgeordneten Benjamin Raschke erneuert.