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| 18:41 Uhr

Potsdam bewilligt 14 000 Euro Fördermittel
Vetschau kämpft weiter gegen die Ambrosia

Bauhof-Mitarbeiter Michael Gräber macht die Pollenfalle scharf. Sie ermöglicht Aufschlüsse über die Ambrosia-Belastung.
Bauhof-Mitarbeiter Michael Gräber macht die Pollenfalle scharf. Sie ermöglicht Aufschlüsse über die Ambrosia-Belastung. FOTO: Kuschy
Vetschau. Die Pollenfalle steht wieder, der Termin für den Ausreisstag auch. Außerdem bekommt die Stadt dieses Jahr mehr Fördermittel. Von Daniel Preikschat

Die Statistik der Stadt Vetschau zeigt einen klaren Trend: neun Ambrosia-Standorte in Vetschau und Umgebung 2010, bereits 55 voriges Jahr. Auf privaten Flächen, das zeigt die Statistik ebenfalls, ist der Anstieg noch deutlicher.

Fachbereichsleiterin Nadine Wegner ist sich jedoch der nur eingeschränkten Aussagekraft der Statistik bewusst. Es könnte noch viel mehr Flächen geben in der Stadt und in den Ortsteilen, die mit dem hochallergenen Traubenkraut befallen sind und die man nur noch nicht kennt. Wie groß die Flächen jeweils sind, geht aus der Statistik ebenfalls nicht hervor. „Wir sind sehr auf die Hinweise von Vetschauern angewiesen“, sagt Nadine Wegner. Personal, die Gegend zu erkunden, habe die Stadt nicht. Aber wie dem auch sei oder jetzt erst Recht – die Vetschauer sagen der Ambrosia, die zehn Mal mehr hochallergene Pollen pro Kubikmeter Luft ausstreut als andere Gräser, weiter den Kampf an. So wird es am 22. Juni am Sommerbad in der Reptener Chaussee wieder einen Ausreißtag geben. Weiterhin wurde die so genannte Pollenfalle kürzlich wieder auf dem Dach des Bauhofgebäudes fachmännisch aufgestellt. In der Konstruktion mit Stahltrommel und Klebestreifen bleiben die Pollen hängen.

An der Uni in Berlin, so die Fachbereichsleiterin, werden die Proben regelmäßig ausgewertet. Das erschreckende Ergebnis in den letzten Jahren: Wie in Cottbus und Drebkau wird in Vetschau die Schwelle zu starker Belastung von zehn Pollen pro Kubikmeter Luft deutlich überschritten. 40 Ambrosia-Pollen sind es in Vetschau im Zeitraum zwischen Juli und September.

Im Kampf gegen die Pollen unterstützt das Land die Vetschauer finanziell. 14 000 Euro an Konzessionsabgaben aus Lotto-Mitteln bekommt die Stadt in diesem Jahr vom Umwelt- beziehungsweise Gesundheitsministerium, wie Nadine Wegner kürzlich in der Stadtverordnetenversammlung mitteilen durfte. Mit dem Geld soll unter anderem Schutzkleidung, Geräte, chemische Bekämpfungsmittel und Entsorgung bezahlt werden. Zudem ermögliche die Förderung nun eine noch detailliertere Auswertungen der Pollenfalle-Ergebnisse.