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Vetschau fordert Sicherheitsoffensive

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Vetschau. Regelrechte Raubzüge von Einbrechern durch Vetschauer Gewerbegebiete auf der einen und fehlende Polizeipräsenz auf der anderen Seite haben Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) auf die Palme gebracht. In einem Brief an den amtierenden Polizeipräsidenten Hans-Jürgen Mörke fordert das Stadtoberhaupt deshalb eine Sicherheitsoffensive für Südbrandenburg. H. Kuschy

"In der Spreewaldstadt Vetschau gab es beispielsweise im Monat Januar dieses Jahres 30 bei der Polizei registrierte Diebstahlshandlungen - davon 27 besonders schwere Diebstähle, in der Regel Einbruchsdiebstähle", heißt es in seinem Schreiben. Einbrüche in jüngster Zeit hätten gar Unternehmen in ihrer Existenz bedroht. Betroffen von solcherlei ungebetenen Besuchen waren Firmen im Industrie- und Technologiezentrum Spreewald, im Radduscher Gewerbegebiet und auch in Göritz. Kanzler verweist auf die jüngsten Einbrüche in diesem Monat. Kaum wahrnehmbar seien für ihn Ermittlungserfolge, die es offenbar auch nicht gebe. Zweifel an einer "konsequenten und nachhaltigen Strafverfolgung" kämen bei ihm anhand der Erfahrungen auf, die Geschädigte bei Anzeigenaufnahmen gesammelt hätten. "Wenn die Sicherung von Beweisen beziehungsweise Spuren nur halbherzig oder unvollständig - trotz ausdrücklicher Hinweise von Betroffenen oder Zeugen - erfolgt und zudem die Ermittlungstätigkeiten sich im Nachhinein regelrecht hinschleppen, muss man nicht verwundert sein, wenn es nur in unzureichendem Umfang Ermittlungserfolge gibt", so Bengt Kanzler.

Für ihn sei eine Personalaufstockung bei der Polizei geboten. Denn gezieltes und organisiertes Vorgehen der Täter erfordere ebensolche Arbeit bei den Ordnungshütern, um Initiativen zum Selbstschutz auszuschließen. Ermittlungserfolge sollten zudem stärker öffentlich kommuniziert werden.