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Vetschau diskutiert Untersuchungen für Teilflächennutzungsplan Wind

Vetschau. Noch nicht alle Abgeordneten sind von einem Teilflächennutzungsplan Wind für die Stadt Vetschau überzeugt. Der Cottbuser Planer Uwe Kirchbichler hat für einen solchen Plan seine vorbereitenden Untersuchungen abgeschlossen. H. Kuschy

Er ermittelte Potenzialflächen im Stadtgebiet, die im späteren Verlauf detailliert auf die tatsächliche Eignung als Windgebiete zu untersuchen sind. Demnach haben vier Vetschauer Flächen zunächst das Potenzial als Eignungsgebiete. Das sind Tornitz, Laasow-Ogrosen, Ogrosen West und Dubrau. Das heißt jedoch noch nicht, dass diese Flächen letztlich als Windeignungsgebiete ausgeweisen werden. Vetschau will mit einem Teilflächennutzungsplan auf Nummer sicher gehen und einem möglichen Teilregionalplan Wind "Lausitz-Spreewald" zuvorkommen. Rechtliche Zweifel, ob das tatsächlich so funktioniert und sich Vetschau auf diese Weise vor zusätzlichen Windeignungsgebieten schützen kann, sind noch da. Wenngleich Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) versichert, dass mit diesem Teilflächennutzungsplan keine zusätzlichen Windflächen geschaffen werden sollen.

Etwa 1,6 Prozent der Vetschauer Fläche sind derzeit mit Windenergieanlagen belegt. Sie können eine Leistung von etwa 20 Megawatt bringen. Künftig werden es 60 Megawatt sein, erklärt Bau-Fachbereichsleiter Sven Blümel. Damit könnten nach seinen Angaben etwa 60 000 Einwohner mit Strom versorgt werden. Um noch bestehende Unklarheiten bei Abgeordneten zum künftigen Teilflächennutzungsplan zu beseitigen, findet auf Anregung von Ulrich Lagemann (WGO) noch vor der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 7. Mai eine Gesprächsrunde mit dem Planer Uwe Kirchbichler statt. Die Beschlussvorlage liegt den Abgeordneten dann zur endgültigen Entscheidung vor. Wird dieser Vorlage zugestimmt, können weitere Untersuchungen durch das Planungsbüro angestellt werden.