67 330 – so viele Tiere darf die Bolart Schweineproduktionsanlagen GmbH auf ihrer Anlage in Tornitz mästen. Das hat das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz vor drei Jahren genehmigt. Doch um diese Zahl zu erreichen, ist ein Anbau nötig. Und für den wiederum bedarf es einer Baugenehmigung durch die Stadtverordneten. Kritiker wittern dadurch ihre Chance.

„Die von einem ausländischen Investor betriebene Anlage ist beispielhaft für eine gesellschaftlich breit abgelehnte Fehlentwicklung, schreibt Bauernbund-Präsident Marco Hintze in einem Schreiben an die Stadtverordneten. Er appelliert, keinen Bebauungsplan für die Schweinemastanlage Tornitz aufzustellen. Der Ausbau würde „die Einwohnerschaft in Nutznießer und Benachteiligte spalten und den Ruf der Stadt Vetschau in der Öffentlichkeit nachhaltig schädigen.“

Im Hauptausschuss gab es eine knappe Mehrheit für die Beschlussvorlage. Grüne und Linke kündigten aber bereits an, einen Bebauungsplan nur für bereits vorhandene Stallanlagen aufstellen zu lassen.

Abgeordnete der Linken und der Grünen wollen am Dienstag um 19 Uhr mit interessierten Bürgern über das Thema diskutieren. Die Diskussion findet in der Neustadt-Klause in der Kraftwerkstraße 17 statt.