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| 15:35 Uhr

Nach Kastration
Vergiftete Katzen – Vetschau stellt Strafanzeige

Vetschau. Unbekannter nutzt Kastrationsaktion für Tierquälerei. Von Liesa Hellmann

() Das Projekt zur Kastration verwilderter Katzen in Schwerpunktgebieten in Vetschau ist im Bereich Juri-Gagarin-Straße/Pestalozzistraße erfolgreich angelaufen. Ziel ist es, die herrenlosen Tiere einzufangen und zu kastrieren. Anschließend werden die Vierbeiner wieder am selben Ort ausgesetzt, damit sie sich in ihrer gewohnten Umgebung zurechtfinden können. Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) musste dazu beim Sozialausschuss am Montag aber auch eine schlechte Nachricht verkünden. Um die Katzen einfangen zu können, müssen sie zunächst an einer Stelle angefüttert werden. Das Vertrauen der Tiere hat nun jemand ausgenutzt: „Die Tiere wurden vergiftet. Vier Katzen sind bereits tot, eine konnte gerettet werden“, berichtete Kanzler sichtlich verärgert. „Wir werden aktiv und versuchen aufzuklären.“ Da es sich um Tierquälerei und somit um eine Straftat handele, wurde Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Auch eine Belohnung für Hinweise auf den Täter werde in Betracht gezogen.

Das Vetschauer Ordnungsamt hatte die Maßnahme gestartet, um die Vermehrung verwilderter Katzen im Stadtgebiet einzudämmen. Weitere Orte, an denen Katzen angefüttert und eingefangen werden, will die Stadt sukzessive bekanntgeben. Katzenbesitzer sollten ihre frei laufenden Katzen eindeutig kennzeichnen lassen, zum Beispiel mit einem Chip vom Tierarzt.