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| 02:34 Uhr

Verein "Klare Spree" fordert Hilfe von den Politikern

Blick auf die Spree in Spremberg.
Blick auf die Spree in Spremberg. FOTO: René Wappler
Lübbenau. Verein und Aktionsbündnis "Klare Spree" fordern vor allem finanzielle Hilfe aus der Region. Dafür sollen sich Politiker in allen Vertretungen im Spreewald stark machen. Jan Gloßmann

"Wir werden mit Blick auf die Kommunal- und die Landtagswahlen an die Kandidaten appellieren", sagt Peter Stephan, der in der vergangenen Woche in Vetschau zum Vereinsvorsitzenden gewählt wurde und auch Sprecher des Aktionsbündnisses ist. Die Tourismuswirtschaft zahle pro Jahr etwa eine Million Euro an die verschiedenen Kommunen im Spreewald als Abgaben oder Kurbeiträge. Davon, so Stephan, sollten 2,5 Prozent "für die Sachkosten" der Arbeit im Kampf gegen die Verockerung der Spree um Spremberg sowie der südlichen Zuflüsse des Spreewaldes zur Verfügung gestellt werden.

Peter Stephan: "Jede Initiative braucht eine gewisse Organisationsstruktur." Mit dem Geld - den 25 000 Euro - könnte eine Geschäftsstelle unterhalten werden. Die Tourismus-Wirtschaft zwischen Schlepzig und Burg müsse "mehr Flagge zeigen", schließlich bedrohe die Braunfärbung der Spree die Grundlage des Fremdenverkehrs in der Region.

Gewählt werden im Mai Gemeindevertretungen und die Kreistage - darunter in den Spreewaldkreisen Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Dahme-Spreewald - sowie im September der Landtag. Druck von unten sei weiter nötig. Unterdessen hat der Brandenburgische Landesvorsitzende der Grünen, Benjamin Raschke, die Rückkehr des Vereins "Klare Spree" nach Zeit raubenden internen Auseinandersetzungen zur Sacharbeit begrüßt. Jetzt müsse der Druck auf die Landesregierungen von Brandenburg und Sachsen erhöht werden.