Während Grün-Weiß Lübben als Zweiter der letzten Saison seiner Favoritenrolle größtenteils gerecht wurde und der Aufsteiger aus Golßen über weite Strecken für Furore sorgte, dümpelte die TSG aus Lübbenau von Beginn an in der Abstiegszone vor sich hin.
Ehe die TSG Lübbenau ausgerechnet gegen 1885 Golßen den ersten Punkt der Saison holte, hatte die Mannschaft sich bereits vier zum Teil deftige Niederlagen eingefangen (1:6, 0:4, 2:4 und 1:3). Nach dem ersten Punktgewinn gegen den Aufsteiger gab es die bisher höchste Saisonniederlage mit 0:7 in Ludwigsfelde und mit 0:2 die nächste Heimpleite gegen Aufsteiger SG Michendorf. Angekommen in der Klasse schien Lübbenau erst am 8. Spieltag (1:1 in Treuenbrietzen) und dem folgenden Heimsieg gegen Union Linthe (1:0). Vier weitere Niederlagen, unterbrochen vom zweiten Sieg (3:2 gegen Union Bestensee, 14. Spieltag), lassen die Hoffnung auf den Klassenerhalt auf ein Minimum sinken.
Grün-Weiß Lübben startete mit einem Heimunentschieden in die Saison. Dies sollte auch der einzige Punktverlust auf der heimischen Anlage bleiben. In den folgenden elf Spielen gaben die Lübbener lediglich in Golßen zwei Punkte ab. Alle anderen Spiele bis zur ersten Saisonniederlage beim Spitzenreiter in Waltersdorf (1:2, 13. Spieltag) wurden gewonnen. Die zweite Niederlage beim Werderaner FC (1:2, 15. Spieltag) ließ die Grün-Weißen zur Halbzeit der Saison auf Platz drei abrutschen. Bei sieben Punkten Rückstand auf Tabellenführer Waltersdorf ist zwar noch Hoffnung auf den Aufstieg, jedoch sind die Mannen von Trainer Dirk Minkwitz auf Schützenhilfe angewiesen.
Der SV 1885 Golßen entpuppte sich als Bereicherung der Landesklasse. Acht Spieltage überstanden die Papenhusen-Schützlinge ohne Niederlage (vier Siege und vier Unentschieden), ehe in Trebbin (2:4) und zu Hause gegen Waltersdorf (1:2) die erste Doppel-Pleite anstand. Danach schaffte nur noch die heimstärkste Elf der Liga, der Ludwigsfelder FC II (acht Siege in acht Spielen und 49:2 Toren), einen Sieg (3:0) gegen den starken Aufsteiger. Zur Halbzeit liegt der SV 1885 auf einem ausgezeichneten sechsten Rang.
Unter den 119 absolvierten Spielen der Hinrunde waren 61 Heimsiege, 40 mal siegten die Gäste und 18 mal trennte man sich Unentschieden. Die beste Serie mit zehn Siegen und zwei Unentschieden schaffte Grün-Weiß Lübben (zehn Siege und zwei Unentschieden vom 1. bis zum 12. Spieltag), gefolgt vom Tabellenführer RSV Waltersdorf (zehn Siege vom 4. bis zum 13. Spieltag) und den Golßenern (vier Siege und vier Unentschieden vom 1. bis zum 8. Spieltag). 498 Tore wurden bisher geschossen, 285 davon zu Hause und 213 auswärts. Die Spiele mit den meisten Toren waren Waltersdorf gegen Lübbenau (7:4, 15. Spieltag), Sonnewalde gegen Bestensee (3:8, 13. Spieltag), Trebbin gegen Wildau (4:6, 7. Spieltag) und Ludwigsfelde II gegen Linthe (9:0, 15.).
9357 Zuschauer weilten bei den Spielen (im Durchschnitt 81 pro Spiel). Den Zuschauerrekord gab es bei den Partien Union Linthe gegen den TSV Treuenbrietzen und 1885 Golßen gegen Grün-Weiß Lübben mit jeweils 250 Besuchern. Das geringste Interesse brachten die Zuschauer dem Spiel Werderaner FC gegen RSV Waltersdorf entgegen. Nur 22 Fans wollten dieses Spiel sehen.
Union Linthe hat bisher die meisten Fans (1000 Zuschauer / Durchschnitt 143 pro Spiel) gefolgt von 1885 Golßen (766 /124). Bei den Lübbener Heimspielen weilten 637 Besucher (Schnitt 91) und bei der TSG Lübbenau 506 (63). Die wenigsten Zuschauer hatte der Werderaner FC Viktoria mit 289 (36 pro Spiel durchschnittlich).
Die Schiedsrichter verteilten bisher 487 gelbe, 23 gelb-rote und 20 rote Karten.
Die größten Sünder im bisherigen Saisonverlauf sind: 1. Marko Wilke (Union Linthe, 25 Punkte) mit fünf gelben und drei gelb-roten Karten, 2. Daniel Gutschke (Blau-Gelb Sonnewalde, 22 Punkte) mit sechs gelben und einer roten Karte, 3. Mathias Schimanowski (Union Linthe, 20 Punkte) mit 5 gelben und einer roten Karte und Bruce Dosh (Grün-Weiß Lübben, 18 Punkte) mit 4 gelben und einer roten Karte). Bei der TSG Lübbenau, die auf dem letzten Platz der Fairplay-Tabelle (Stand: 17. Dezember 2004) steht, ist der Hauptsünder Christian Hanschke (16 Punkte, drei gelbe und eine rote Karte), bei 1885 Golßen Daniel Richter (14 Punkte, zwei gelbe und eine rote Karte) sowie Erik Schüler (14 Punkte für sieben gelbe Karten).

Statistik Torschützen
Die Torschützenliste:
1. Stephan Donner (RSV Waltersdorf, 19 Tore), 2. Björn Müller (Phönix Wildau, 15), 3. Dirk Kubitza (Union Bestensee, 14), 4. Oliver Keutel (Grün-Weiß Lübben, 13) 5. Christian Rauch (Ludwigsfelder FC II, 12).
Weitere Torschützen:
TSG Lübbenau: Andy Ehrlich (7), Steve Römer (4), Randy Büttner (3), Sven Borrack (2), Rico Grasme, Stefan Kost und Benjamin Scheibe (je 1).
SV 1885 Golßen: Ronny Leubner (6), Steffen Schumann (5), Michael Leschnik (4), Oliver Rathert, Erik Schüler und René Martens (je 2), Seffen Fege, Andreas Hannig, Nico Pötzschick und Marcel Knöfel (je 1).
Grün-Weiß Lübben: Gordon Pohle (9), Bruce Dosh (8), Rui Miquel Cabral (6), Marco Poßling (4), Mathias Lange und Marko Polowy (je 3), Mathias Gebert, David Jedro und Peter Tyra (je 2), Sebastian Rieger (1).