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| 02:32 Uhr

Und wieder streikt die Filteranlage

Bereits um 7 Uhr ist am Mittwoch mit dem Verladen der Filteranlage des Altdöberner Freibades begonnen worden. Anschließend ging das zwei Tonnen schwere Teil ins 350 Kilometer entfernte Osterwieck, zur Aufarbeitung in die Behncke Schwimmbad und Wärmetechnik GmbH.
Bereits um 7 Uhr ist am Mittwoch mit dem Verladen der Filteranlage des Altdöberner Freibades begonnen worden. Anschließend ging das zwei Tonnen schwere Teil ins 350 Kilometer entfernte Osterwieck, zur Aufarbeitung in die Behncke Schwimmbad und Wärmetechnik GmbH. FOTO: Hegewald
Altdöbern. Obwohl im gegenwärtig frostigen Winter noch keiner so recht an sommerliche Badefreuden zu denken mag, ist der Förderverein Gemeindebad Altdöbern genau in dieser Mission tätig. Am Mittwoch wurde mit schwerer Technik die Filteranlage des Freibades demontiert und zur Reparatur nach Osterwieck (Sachsen-Anhalt) transportiert. Uwe Hegewald / uhd1

Und wieder ist es die Filteranlage, die dem Förderverein Kopfzerbrechen bereitet. Nicht zum ersten Mal. Mit riesigem Kraftaufwand ist die Anlage im April 2016 repariert worden, um so zumindest die sich anschließende Freibadsaison zu retten. Ursache war der Bruch des Filterbodens, wodurch feiner Kies ins Becken gelangte. Dem aufopferungsvollen Einsatz von Vereinsmitgliedern sowie einspringenden Sponsoren war es zu verdanken, dass das Bad pünktlich öffnen konnte.

Jetzt ist die Filteranlage für eine grundhafte und fachgerechte Sanierung nach Osterwieck, Ortsteil Bühne, bei Halberstadt gebracht worden. Für die notwendige Aktion muss der Verein tief in die Tasche greifen. Mit 8000 Euro ist die Reparatur veranschlagt, hinzukommen die Kosten für den Kran und den Transport. Ein unerwarteter Geldsegen sorgt jedoch für Linderung. Wie Bürgermeister Peter Winzer (SPD) beim Verladen in den frühen Morgenstunden mitteilte, sind der Gemeinde Altdöbern und der Stadt Großräschen von der PNE Wind AG jeweils 75 000 Euro überwiesen worden. "Eine Einmalzahlung als Ausgleich für das nicht zustande gekommene Bürgersparbuch (Beteiligungsmodell)", erklärt Peter Winzer.

Strom und Wasser kosten

Neben der Filtersanierung fließen weitere Mittel in die Dachneueindeckung der Kegelhalle und in die Kofinanzierung der geförderten Vorhaben auf dem Gelände von Alemannia Altdöbern. Durchatmen ist bei den Mitgliedern des Fördervereins angesagt, die ohnehin jeden Cent mehrmals umdrehen müssen. Wie Schatzmeisterin Anke Amsel während der Jahreshauptversammlung in der Vorwoche informierte, seien pro Saison allein für den Wasserbedarf 8500 Euro und für Strom 5000 Euro zu berappen. Der größte Posten mache sich jedoch bei der Chemie/Hygiene zum Stabilisieren der Wasserqualität bemerkbar. Einnahmen von 40 000 Euro in der Saison 2016 stehen Ausgaben von 43 000 Euro gegenüber. Das Defizit von 3000 Euro ist aus Rücklagen des Vereins beglichen worden. Durch die wechselhafte Witterung zog es 2016 mit 7900 Besuchern weniger Gäste ins Freibad.

Helfer packen mit an

"Ohne Sponsoren und ehrenamtliche Helfer würde der Freibadbetrieb nicht funktionieren", betonte Vereinsvorsitzende Daniela Kock während der Jahreshauptversammlung. Es seien mehrere Puzzleteile, die sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen. "Unser Verein wird im Ort und immer häufiger auch von außerhalb wahrgenommen", so die Vereins-Chefin, die einem ihrer Helfer eine besondere Freude bereitete. Im Herbst gab sie "ihrem" Maik zu dessen 40. Geburtstag im Spreewalddorf Lehde das Ja-Wort. Mittwochfrüh zählte Maik Kock neben Jürgen Barran, sowie Torsten Franke, Uwe Toppe und Bürgermeister Peter Winzer zum helfenden Personenkreis beim Verladen der Filteranlage.

Zum Thema:
Das Altdöberner Freibad hat in diesem Jahr vom Sonntag, 28. Mai bis Sonntag, 3. September geöffnet. Das 20:17-Stundenschwimmen wird am Samstag, 1. Juli durchgeführt. Zudem wird sich das Freibad in das "Sommerfest an der Teichpromenade" einbinden, das erstmals am Samstag, 17. Juni veranstaltet wird.